Segeltörn KroatienMai 2004AnreiseAbends begaben wir uns auf den langen Weg nach Veruda. Es regnete die ganze Nacht, nur in den Tunneln der Autobahn war das Wetter gut. Am Ausgang des Katschbergtunnels empfing uns heftiger Schneefall, der im Tal wieder in Regen überging und erst kurz vor Veruda aufhörte. 07.05.2004 1. Tag Da wir sehr früh in Veruda waren, fuhren wir erst einmal nach Pula, um bei Mc Doof etwas Undefinierbares zu frühstücken. Derweil fand auf dem Marktplatz gegenüber eine Roller- und Oldtimerausstellung statt. Nach der Besichtigung der Schmuckstücke fuhren wir vorbei am Collosseum von Pula zur Marina zurück um kaffeetrinkend auf Franz und Burkhard zu warten. Als die Crew komplett war, checkten wir ein und liefen am Nachmittag aus, um auf der anderen Seite der Kvarner Bucht vor der Insel Unije zu ankern. Nach dem Anlegerschluck gab es erstmal ein gutes Cilli für den Magen. Da der Ankergrund schlecht war, gingen wir Ankerwache. ![]() Unser Katamaran vor dem Auslaufen in Veruda ![]() Bescheidene Wetterlage beim Auslaufen 08.05.2004 2. Tag Unije ? Skarda Die Nacht in unserer Ankerbucht vor der Insel Unije haben wir relativ ruhig verbracht. Morgens wurde in aller Ruhe gefrühstückt. Nach einer zweiten Sicherheitsunterweisung ging es los Richtung Mali Losinj. Wir mussten aufkreuzen, was bei einem Wendewinkel von 60° kein einfaches Unterfangen war wenn man Strecke segeln will. Am Morgen war das Wetter deutlich besser, Sonne und 4 Bf Wind. Wir segelten vorbei an Mali Losinj um in der Inselwelt Kroatiens zu verschwinden. Bei bester Laune übten wir Segel- und Reffmanöver, so dass recht schnell eine gute Mannschaft den Kat bediente. Trotzdem fuhren wir die Küste hinunter bis Skarda. Dort gingen wir in einer schönen Bucht an den Heckanker und mit dem Bug an eine Boje. In der Bucht stand das Haus eines Malers, das zurzeit nur von seiner Katze bewohnt wurde. Die Stimmung an Bord war gut. Wir aßen leckeren Nudelsalat mit Wurst, den wir mit guten Getränken herunterspülten. Wir lagen sehr ruhig ohne Schwell in der Bucht. Nachts kamen noch zwei Fischerboote in die Bucht, um ihrer Arbeit nachzugehen. Sie waren freundlich aber den „Zapalecho" hat keiner verstanden. Danach verschwanden sie und wir waren wieder allein in der Bucht. Ab ins Bett, es wurde eine ruhige Nacht. ![]() Gerd zieh ! – Noch härter am Wind ! ![]() Micha beim Wendemanöver ![]() Das Haus des Malers - Wer findet die Katze ? 09.05.2004 3. Tag Skarda ? Zadar Der Himmel war verhangen und es regnete ein wenig, als wir ausliefen. Wir segelten Richtung Süden als wir bemerkten, dass sich der Frischwasservorrat in dem Backbordrumpf entleerte, das Notstromaggregat überflutete und von der Bilgepumpe entsorgt wurde. Kein Frischwasser. Wir nahmen Verbindung mit unserem Vercharterer auf und liefen Steg B in Zadar an. Dort wurde der Schaden repariert. Wir besichtigten Zadar und kauften etwas Pivo ein. Zadar hat einige recht schöne Ecken in der Stadt. Der Hafen war teuer, 520 Kn = 70€. Abends noch ein kleiner Umtrunk und dann früh ins Bett. ![]() Altstadt von Zadar 10.05.2004 4. Tag Zadar ? Raslina Um 6.00 Uhr verließen wir die Marina Zadar bei Sonnenaufgang. Mangels Wind motorten wir Richtung Murter. Hinter der Insel Murter setzten wir bei zunehmendem Wind den Bliester und segelten bis Sibenik. Von dort fuhren wir unter Motor die Krka hoch bis Raslina. Die Begrüßung im Dorf war super und der Liegeplatz gratis. Während Burkhard, Andi und Micha im Dingi den Krka Wasserfällen zustrebten, hielt Franz angelnd Bordwache. Gerd und Toti testeten im Dorf den Alkohol und reservierten im Alt Raslina einen Tisch. Dort ließen wir es uns alle an diesem Abend gut gehen. ![]() Sibenik mit Festung ![]() National Park Krka ![]() National Park Krka ![]() Abendstimmung am Kai von Raslina ![]() Kurz vor dem Superessen im Alt Raslina 10.05.2004 5. Tag Raslina ? Ugljan Tschüss Raslina ! Es war wie immer schön. Wir fuhren an Sibenik vorbei, vorbei an Tijat, Kaprije und RT Kakan Richtung Kornaten. Unter Segeln liefen wir an der Seeseite der Kornaten vorbei. Bis Mittag waren Wind und Sonne auf unserer Seite, danach wurde beides deutlich weniger und wir dümpelten mit 2-3 Kn unserem Ziel entgegen. Wir hatten schon unsere ultimative Ankerbucht gefunden, als ein Fischer vor aufkommenden Winden warnte. Also fuhren wir weiter durch eine traumhafte Landschaft bis zur Insel Ugljan, wo wir im FKK Bereich des Freibades ankerten. Bei 13°C Luft und 15°C Wassertemperatur war natürlich nur unsere Crew anwesend. Nach einer Linsensuppe gab es Bier, Wein und gute Laune. Lace Noche, es war ein schöner Tag. ![]() Sestrica ![]() Linsensuppe war lecker – trotzdem ‚Gute Nacht' ![]() ... im FKK Bereich des Freibades 12.05.2004 6. Tag Ugljan ? Losinj Im Freibad hatten wir gut geschützt übernachtet. Unter Segeln ging es weiter durch die Inselwelt, hinaus in die Adria mit Kurs auf Mali Losinj. Zwischen Premuda und Mali Losinj fiel die Bora über uns her. Wir bargen die Segel und liefen bei rauer See unsere Ankerbucht auf Losinj an. Die Bucht Kvivien teilten wir uns mit einer Jacht aus Slowenien. Wir lagen windgeschützt in ruhigem Wasser. Es wurde ein schöner Abend. ![]() Ankerbucht Kvivien auf Losinj 13.05.2004 7. Tag Mali Losinj ? Veruda Nach einer ruhigen Nacht ohne Schwell frühstückten wir um 6.00 Uhr. Nachdem Landleinen und Anker an Bord waren, segelten wir über Kvarner Richtung Veruda, wo wir noch einmal richtig Wind und Wellen erlebten. Vor der Marina hatten wir noch Burkhard's Bullenstander entfernt. Nach Betanken und Anlegen räumen wir den Kat leer und packten unsere 7 Sachen in die Autos. Wir tranken noch etwas in der Marina, danach ging es zurück nach Haus. ![]() Veruda, Veruda – Wo war das noch mal ? 2. links, 2. rechts ? ![]() Der Törn geht zu Ende – PLIC ALBANEZ in Sicht ![]() PLIC ALBANEZ (nicht Alcatraz) Unser Katamaran
![]() Auch mit wenig Wind – Viel Fahrt ![]() Siehste ! Ein Kat ist auch ein Boot ![]() Spielwiese unserer Navigatoren Unsere Crew
![]() Unsere Skipper Gerd (Popeye) und Burkhard (Burgi)
Michael (Micha), Franz und Gerd![]() Burkhard (Burgi), Andre (Andi) und Thorsten (Toti) ®Copyright by Gerd Houben |