Hochseeyacht mit Tiefgang oder Flachwasserboot?
-eigentlich keine Frage: Das eine schließt das andere aus. Außer man hat eine Yacht mit Schwenkkiel.
Die bisher rund 800 in der englischen Northshore-Werft vom Stapel gelaufenen Segelyachten vom Typ Southerly sind eine Gefahr für Eigner anderer Yachten:
Jedenfalls dann, wenn diese nicht auf die Seekarte oder das Echolot schauen, wo eine Southerly an der Ankerkette schaukelt. Dann folgt eine klassische Strandung,
denn auf nur ganz wenigen anderen Segelyachten kann der Tiefgang soweit reduziert werden, wie auf den Southerlies mit ihren sogenannten Swing-Kielen.
Bei der Southerly 35 kann der Tiefgang bei von 2,18 Meter auf nur 72 Zentimeter verringert werden. Damit ist es möglich, trotz der sieben Tonnen Wasserverdrängung
bis kurz vor den Strand zu fahren oder im Watt trocken zu fallen.
Auf der neuen 14 Meter langen 46er ist der 2,17 Tonnen schwere bewegliche Kiel in einer mehreren Quadratmeter großen und über zwei Tonnen
schweren Metallplatte befestigt. Der Ballastanteil erhöht sich dadurch auf über 4,2 Tonnen, was für eine ausreichende Stabilität und sicherer Hochseetörns sorgt.
Darüber hinaus schützt die großflächige Grundplatte den Rumpf beim Trockenfallen, wenn das gesamte Gewicht der Yacht auf wenigen Quadratmetern steht.
Sie sorgt auch für eine hohe Festigkeit des Rumpfes, da der in der Regel kleinflächige und immer sehr stark belastete Kielansatz einer Segelyacht bei einer Southerly
mehrere Quadratmeter groß ist. Kielprobleme wie früher z.B. bei der Bavaria Racing sollten daher nicht auftreten.
Importeur: Yachtzentrum Hamburg
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