Das Schiff

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Es muß sich in sicherem Zustand befinden, also: sicher und fahrtüchtig gebaut und nach Fahrtgebiet und Länge der Reise ausgerüstet sein. Davon kann Ihr Leben abhängen!
Sportboote, die eine bestimmte Größe überschreiten, müssen im See- oder Binnenschiffsregister, die bei Amtsgerichten geführt werden, eingetragen sein. Die entscheidende Größe ist bei Booten, die zur Seefahrt bestimmt sind, eine Rumpflänge von mehr als 15m. Nachdem diese Boote in das Seeschiffsregister eingetragen sind, erhalten sie vom Amtsgericht ein Schiffszertifikat. Das Schiffszertifikat ist der Ausweis über die Berechtigung zur Führung der Bundesflagge.
Kleinere Boote können freiwillig ebenfalls in das Seeschiffsregister eingetragen werden. Für die Anmeldung beim Seeschiffsregister ist u. a. eine amtliche Vermessungsbescheinigung vorzulegen. Für Boote bis zu 15 m Rumpflänge ist ein staatlicher Ausweis über die Berechtigung zur Führung der Bundesflagge nicht vorgeschrieben. Da ein solcher Ausweis jedoch in manchen fremden Staaten gefordert wird, stellt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) auf Antrag solchen Booten gegen eine Gebühr ein Flaggenzertifikat aus.
Auf den Binnenwasserstraßen sind Fahrzeuge, die 20 m oder länger sind oder wenn das Produkt aus Länge x Breite x Tiefgang 100 m3 oder mehr beträgt, zulassungspflichtig. Das erforderliche Schiffsattest wird nach einer Erst- oder Nachuntersuchung, bei der die Erfüllung einiger Bestimmungen der RheinSchUO/BinSchUO überprüft wird, von der Zentralstelle Schiffsuntersuchungskommission / Schiffseichamt (ZSUK/SEA) bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest ausgestellt. Außerdem müssen sie ab einer Wasserverdrängung von 10 m3 in das Binnenschiffsregister eingetragen werden.
Für kleinere Boote ab einer Wasserverdrängung von 5 m3 ist ein Eintrag ebenfalls möglich. Voraussetzung ist die Vorlage einer Eichbescheinigung, die von der ZSUK/SEA ausgestellt wird.
Alle Sportfahrzeuge, die nach dem 15. Juni 1998 erstmals auf den Markt der Europäischen Gemeinschaft oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gelangen, dürfen nur in Betrieb genommen werden, wenn sie eine CE-Kennzeichnung besitzen.
Kleinfahrzeuge unterliegen auf den Binnenschifffahrtsstraßen einer besonderen Kennzeichnungspflicht.

Versicherung von Sportbooten


Anders als für Straßenfahrzeuge gibt es für Sportboote keine Versicherungspflicht. Jeder Wassersportler haftet jedoch für alle Schäden, die er im Zusammenhang mit dem Besitz oder Gebrauch eines Sportbootes einem Dritten schuldhaft zufügt, Es wird daher jedem Bootseigner dringend empfohlen, zumindest eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, die Schäden, die schuldhaft herbeigeführt wurden, reguliert oder auch die Abwehr von unberechtigten Ansprüchen übernimmt. Daneben wird der Abschluß einer Yacht-Kasko-Versicherung empfohlen. Die Yacht-Kasko-Versicherung versichert Schäden am eigenen Boot, und zwar Totalverlust und Teilschäden.
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Ausrüstung der Fahrzeuge


Die richtige Ausrüstung hilft, die meisten Schwierigkeiten der Fahrt zu meistern und widrigen Wetterbedingungen zu trotzen. Vor Antritt der Fahrt muß die Ausrüstung auf Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Die jeweiligen Verkehrs- und Ausrüstungsvorschriften für die Binnen- und Seeschifffahrtsstraßen und die Hohe See geben an, inwieweit das Boot mit Positionslaternen, Sprechfunkanlagen, Signalkörpern und Schallsignalgeräten ausgerüstet sein muß. Darüber hinaus werden folgende Ausrüstungsgegenstände empfohlen:
  • Zwei tragbare Feuerlöscher der Brandklasse ABC, entsprechend DIN 14406, amtlich geprüft, gebrauchsfertig und leicht erreichbar montiert
  • ein Schöpfgefäß zum Wasserschöpfen oder eine von Hand bedienbare Bilge-Pumpe
  • ein Anker mit ausreichend langer Leine (Regel: Schiffslänge x 3, mindestens 20 m, im Seebereich mindestens 40 m) oder ausreichend langer Kette
  • Handlampen, davon eine besonders lichtstark, die auch zum Geben von Notsignalen geeignet ist, spritzwassergeschützt, mit Reserve-Batterien und -Birnen
  • eine Erste-Hilfe-Ausrüstung
  • ein aktiver oder passiver Radar-Reflektor
  • Absperrventile an allen Kraftstofftanks
  • eine UKW-Sprechfunkanlage
  • ein Rundfunkempfänger für Wetterberichte
  • eine ohnmachtssichere Rettungsweste mit CE-Kennzeichen für jedes Besatzungsmitglied
  • mindestens ein Rettungsring oder ein Schwimmkissen jeweils mit umlaufender Greifleine
  • eine schwimmfähige Rettungsleine von mindestens 16 m Länge (Anmerkung: international vorgeschrieben nach SOLAS 74/83 ist eine 30-m-Leine)
  • Bootshaken für An- und Ablegemanöver sowie eine ausreichende Anzahl Fender
  • zwei Paddel oder Riemen
  • entsprechendes Werkzeug
  • Ersatzteile
  • Reservekanister
  • eine rote Flagge, Mindestmaß 60 x 60 cm, zur Kennzeichnung bei Manövrierunfähigkeit
  • Nebelhorn. Für den Bereich der Seeschifffahrts-straßen und der Hohen See sollte folgende zusätzliche Ausrüstung nicht fehlen:
  • zusätzlich zur UKW-Sprechfunkanlage sollten für das vorgesehene Fahrtgebiet geeignete Seefunkanlagen mitgeführt werden;
  • die Seefunkanlagen sollten zum Zwecke der Teilnahme am „Weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystem (Global Maritime Distress and Safety System - GMDSS)" über Einrichtungen für das „Digitale Selektivrufsystem (Digital Selective Calling - DSC)" verfügen (siehe Empfehlungen in der nautischen Veröffentlichung „Sicherheit im See- und Küstenbereich; Sorgfaltsregeln für Wassersportler")
  • ein Gerät zum Empfang von Schiffssicherheitsinformationen (vorzugsweise in Schriftform, z. B. NAVTEX - Empfänger)
  • ein UKW-Handsprechfunkgerät
  • eine Seenotfunkbake (vorzugsweise Inmarsat-E)
  • ein SAR-Radartransponder
  • Radarreflektor (aktiv oder passiv)
  • Gerät zur Ortsbestimmung nach einem Satelliten- oder terrestrisch gestützten Funknavigationssystem
  • eine weitere von Hand bedienbare Bilge-Pumpe
  • ein zweiter Anker mit Kettenvorlauf
  • ein Kompass
  • ein Reservekompass
  • Signallaternen (über 12 m Länge:ein weißes Rundumlicht und 2 rote Rundumlichter)
  • Schallsignalanlagen (über 12 m Länge: Pfeife und Glocke)
  • ein Treibanker mit Schlepp- und Beiholeleine
  • Seekarten, Seehandbücher, Leuchtfeuerverzeichnis und Gezeitentafel -je nach Fahrtbereich
  • ein Sextant, nautisches Jahrbuch, nautische Tafeln und Chronometer bei entsprechendem Fahrtbereich
  • Schiffsuhr
  • ein Echolot oder Handlot
  • ein Log
  • eine Reserveruderpinne
  • Sicherheitsgurte nach DIN 7925 für jedes Besatzungsmitglied, mit Karabinerhaken zum Einpicken
  • Sicherheitsleinen nach DIN 7927
  • ein Rettungsfloß muß so bemessen sein, daß es die gesamte Besatzung aufnehmen kann. Es soll entsprechend dem Fahrtbereich ausgerüstet und mit genügend Notproviant und Wasser versehen sein
  • ein weiterer Rettungsring mit Bootsnamen und mit Nachtlicht oder Mann-über-Bord-Boje
  • pyrotechnische Seenotsignale
  • Signalflaggen „N" und „C"
  • eine Sicherheitsleiter bzw. Badeleiter
  • ein Barometer oder ein Barograph zum Ablesen des Luftdrucks
  • ein Fernglas
  • ein Ankerball (über 12 m Boots-länge: 3 Bälle)
  • eine genügend lange und starke Schleppleine aus dehnbarem Material
  • eine Wurfleine
  • Kursdreiecke oder Kurslineal, Blei-stifte, Radiergummi und Kartenzirkel
  • Logbuch
  • einen Kegel. Zum Thema „Ausrüstung der Fahrzeuge" können weitere Hinweise den Sicherheitsrichtlinien für die Ausrüstung und Sicherheit von Segelyachten der Kreuzer-Abteilung des Deutschen Segler-Verbandes entnommen werden. Kleidung - gleichgültig, wie schön das Wetter ist:
  • Warme Pullover, Strümpfe, Hose und Wäsche sollten möglichst in doppelter Anzahl mitgenommen werden. Man weiß nie, was der Tag noch bringt.

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