Kennzeichnung von Kleinfahrzeugen   Radarnutzung    Funkbenutzungspflicht

 

Verhalten bei unsichtigem Wetter

Damit Nebel und verminderte Sicht nicht zum Alptraum werden, beachten Sie folgende Regeln:

  • Das Fahrwasser meiden und außerhalb des Fahrwassers ankern, wenn keine Möglichkeit besteht, einen Hafen anzulaufen.
  • Vorsichtig manövrieren.
  • Positionslaternen einschalten.
  • Sorgfältig Ausguck halten.
  • Rettungswesten anlegen und alle Mann klar zum Manöver haben.
  • Vorschriften über Schallsignale beachten,
  • Radarreflektor setzen.
  • Achtung: Auf Binnenschifffahrtsstraßen dürfen Fahrzeuge bei unsichtigem Wetter nur fahren, wenn sie mit einer Sprechfunkanlage für den Verkehrskreis Schiff-Schiff ausgerüstet und auf Kanal 10 oder einem von der zuständigen Behörde zugewiesenen anderen Kanal auf Empfang geschaltet sind.
  • Einen Artikel zur Wetterkunde (Nebel) finden sie hier:

Kennzeichnung der Kleinfahrzeuge auf Binnenschifffahrtsstraßen:

 Fahrzeuge mit weniger als 20 m Länge - ausgenommen muskelbetriebene Boote (wie Ruderboote, Kanus, Kajaks), Segelboote bis zu 5, 50 m Rumpflänge und Motorboote bis zu 2, 21 kW (3 PS) Antriebsleistung - müssen bei der Fahrt auf allen Binnenschifffahrtsstraßen nach der Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenschifffahrtsstraßen verkehrenden Kleinfahrzeugen außen gekennzeichnet sein: Amtliche Kennzeichen sind z. B.:

  • Kennzeichen, die von den Wasser- und Schifffahrtsämtern ausgegeben werden (wie Autokennzeichen),
  • Registernummer des Binnenschiffsregisters (gefolgt vom Kennbuchstaben B) mit Heimat-oder Registerort,
  • Funkrufzeichen oder IMO-Nummer
  • Nummer des Flaggenzertifikats (gefolgt vom Kennbuchstaben F)
  • Vermietungskennzeichen nach der Sportbootvermietungsverordnung - Binnen (vorr. ab Frühjahr 2000)

Amtlich anerkannte Kennzeichen:

  • Nummer des Internationalen Bootsscheines (IBS) nach der Resolution Nr. 13 rev. der ECE (gefolgt vom Kennbuchstaben der ausstellenden Organisation: M-DMYV, S-DSV, A-ADAC). Das Dokument, aus dem sich das Kennzeichen ergibt, muß an Bord mitgeführt werden.

Die Verordnung ergänzt und präzisiert die daneben weitergeltenden §§ 2.02 von Rhein-, Mosel- und Donauschifffahrtspolizeiverordnung sowie Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung. Die von der Kennzeichnungsverordnung ausgenommenen Fahrzeuge müssen mit Namen und Anschrift des Eigentümers versehen sein, wenn sie nicht freiwillig ein Kennzeichen führen. Wassermotorräder müssen sowohl auf Binnen- als auch auf Seeschifffahrtsstraßen ein amtliches Kennzeichen führen.
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Radar:

Die Verwendung von Radargeräten auf mittleren oder größeren Motorbooten oder Yachten ist keine Seltenheit mehr. Die Industrie bietet kleinere Radaranlagen speziell für die Verwendung auf Sportbooten an, die kleinere Antennen und kleine Bildschirmdurchmesser haben. Diese Geräte entsprechen jedoch keinem vom Bundesministerium für Verkehr zugelassenen Baumuster und dürfen nach § 4.06 der Polizeiverordnungen (s. S. 12, außer DonauSchPV) in der Binnenschifffahrt nicht benutzt werden.

Für die Radarfahrt besteht auch für Kleinfahrzeuge eine Ausrüstungspflicht mit einem bzw. auf der Mosel mit zwei UKW-Sprechfunkgeräten, die auf der Mosel gleichzeitig in den Verkehrskreisen Schiff-Schiff und Nautische Information auf Empfang geschaltet sein müssen.
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Funkbenutzungspflicht:

Außer der Funkbenutzungspflicht in der Radarfahrt gibt es auf den Binnenschifffahrtsstraßen eine generelle Funkbenutzungspflicht für alle Fahrzeuge, ausgenommen Kleinfahrzeuge. Jedes Fahrzeug (auch Kleinfahrzeug), das mit einer UKW-Sprechfunkanlage ausgerüstet ist, muss diese im Verkehrskreis Schiff-Schiff auf Empfang geschaltet haben. Der Verkehrskreis Schiff-Schiff darf nur zum Empfang von Nachrichten auf anderen Verkehrskreisen kurzfristig verlassen werden. Vor der Einfahrt in unübersichtliche Strecken, Fahrwasserengen oder Brückenöffnungen müssen sich die mit Sprechfunk ausgerüsteten Fahrzeuge im Verkehrskreis Schiff-Schiff melden.

Zusätzlich dürfen auf dem Rhein nach Überschreiten der Hochwassermarke l innerhalb der in Frage kommenden Abschnitte nur solche Fahrzeuge (einschließlich Kleinfahrzeuge) ihre Fahrt fortsetzen, die u. a, mit einer Sprechfunkanlage ausgerüstet sind. Der Verkehrskreis Nautische Information ist auf Empfang zu schalten (§10.01 Nr. 1 Buchstabe e RheinSchPV).

Bei unsichtigem Wetter dürfen Sportfahrzeuge nur noch fahren, wenn sie mit einer Sprechfunkanlage für den Verkehrskreis Schiff-Schiff ausgerüstet sind und diese auf Kanal 10 auf Empfang geschaltet haben. Auf den Binnenschifffahrtsstraßen müssen alle Funkgeräte an Bord mit einem ATlS-Coder bestückt sein. Die Abkürzung „ATIS" steht für „Automatic Transmitter Identification System", das der automatischen Identifizierung von Schiffsfunkstellen dienen soll. Das ATlS-Signal wird auf dem jeweils benutzten UKW-Sprechweg am Ende jeder Aussendung (d. h. loslassen der Sendetaste) digital gesendet und ermöglicht dadurch das zweifelsfreie Identifizieren einer Funkstelle.

Hinweis: Auf Binnenschifffahrtsstraßen muß an Bord von Fahrzeugen, die mit einer Sprechfunkanlage ausgerüstet sind, das Handbuch „Binnenschifffahrtsfunk", das von der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt beschlossen wurde, vorhanden sein. Zu beziehen ist es über den Binnenschifffahrts-Verlag GmbH. Hinsichtlich der Funkbenutzungspflicht auf Seeschifffahrtsstraßen siehe unter „Verkehrsinformationen und -Unterstützungen auf Seeschifffahrtsstraßen "  ----->nach oben     ----->nächste Seite(Schallsignale)

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