Vorschriften zur Lichterführung

Auf Binnenschifffahrtsstraßen sind bei Nacht und bei unsichtigem Wetter die vorgeschriebenen Lichter zu führen. Jeder Sportbootführer muß dazu die Bestimmungen der Verkehrsvorschriften beachten. Dies gilt insbesondere auch für die Stellung der Lichter zueinander. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur für die Binnenschifffahrt zugelassene Positionslaternen verwendet werden. Diese sind durch das Symbol eines Ankers, einen der nachstehenden Buchstaben (D, NL, B, F, CH, L) sowie eine mehrstellige Zahl gekennzeichnet.

In Fahrt müssen führen: Kleinfahrzeuge mit Maschinenantrieb entweder

  • als Topplicht: ein weißes helles Licht in gleicher Höhe wie die Seitenlichter und mindestens 1 Meter vor ihnen, als Seitenlichter: ein grünes helles oder gewöhnliches Licht und ein rotes helles oder gewöhnliches Licht, als Hecklicht: ein weißes gewöhnliches Licht; oder * als Topplicht: ein weißes helles Licht, Sektor 225, 1 Meter höher als die Seitenlichter,als Seitenlichter: ein grünes helles und ein rotes helles Licht unmittelbar nebeneinander (Sektoren je 112,5)oder in einer einzigen Laterne am oder nahe am Bug in der Schiffsachse,als Hecklicht: ein weißes gewöhnliches Licht, Sektor 135; oder
  • als Topplicht: ein weißes helles von allen Seiten sichtbares Licht, als Seitenlichter: ein grünes helles und ein rotes helles Licht (Sektoren je 112,5) unmittelbar nebeneinander oder in einer einzigen Laterne am oder nahe am Bug in der Schiffsachse. Kleinfahrzeuge, die unter Segel fahren entweder * als Seitenlichter: je ein grünes und ein rotes helles oder gewöhnliches Licht.Sektor 112,5. Die Lichter dürfen auch unmittelbar nebeneinander oder in einer einzigen Laterne am oder nahe am Bug in der Schiffsachse gesetzt sein, als Hecklicht: ein weißes helles oder gewöhnliches Licht,Sektor 135 oder
  • Seitenlichter (112,5)und das Hecklicht (135)in einer einzigen Laterne am Topp, oder
  • als Topplicht: ein weißes gewöhnliches von allen Seiten sichtbares Licht, bei der Annäherung anderer Fahrzeuge: ein zweites weißes gewöhnliches Licht. Kleinfahrzeuge ohne Maschinenantrieb und ohne Segel
  • ein weißes gewöhnliches von allen Seiten sichtbares Licht. Stilliegende Kleinfahrzeuge
  • ein von allen Seiten sichtbares weißes gewöhnliches Licht auf der Fahrwasserseite. Andere als die vorgeschriebenen Lichter dürfen nicht geführt werden.

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Lichterführung auf Seeschifffahrtsstraßen

Auf den Seeschifffahrtsstraßen sind Lichter bei jedem Wetter von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang zu führen. Bei verminderter Sicht gilt diese Regelung auch für die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Es dürfen nur vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie baumustergeprüfte Positionslaternen verwendet werden. Produkte aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die den deutschen technischen Anforderungen nicht entsprechen, werden einschließlich der im Herstellerland durchgeführten Prüfungen, Zulassungen und Überwachungen als gleichwertig anerkannt, wenn mit ihnen das geforderte Schutzniveau - Sicherheit, Gesundheit und Gebrauchstauglichkeit - gleichermaßen dauerhaft erreicht wird. Für die ständige Wirksamkeit und Betriebssicherheit der Positionslaternen ist der Fahrzeugführer verantwortlich. Vorgeschriebene

Lichter bei Fahrzeugen in Fahrt:

  • Segel- und Ruderboote: Seitenlichter und ein Hecklicht. Bei weniger als 20 m Länge dürfen anstelle der Seitenlichter und des Hecklichtes eine Dreifarbenlaterne an oder nahe der Mastspitze führen. Wenn Segel-boote unter 12 m Länge und Ruderboote die Lichter nicht führen können, muß mindestens ein weißes Rundumlicht geführt werden.
  • Motorboote: Topplicht(225), Seitenlichter(112,5),Hecklicht(135). Motorboote von weniger als 7 m Länge und nicht mehr als 7 kn Höchstgeschwindigkeit mindestens ein weißes Rundumlicht, beziehungsweise Motorboote von weniger als 12m Länge ein weißes Rundumlicht und Seitenlichter oder weißes Rundumlicht und doppelfarbige Laterne.
  • Segel- und Ruderboote von weniger als 12 m Länge, die mit Maschinenantrieb ausgerüstet sind: Dieselben Lichter wie Segel- und Ruderboote von weniger als 12 m Länge, wenn und solange der Maschinenantrieb nicht benutzt wird. Wird dagegen der Maschinenantrieb benutzt, so müssen sie die entsprechenden Lichter für Motorboote führen, auch wenn sie gleichzeitig unter Segel fahren.
  • Motorboote von weniger als 7 m Länge sowie Segelboote unter 12 m Länge und Ruderboote, die wegen der Bauart des Fahrzeuges auch kein weißes Rundumlicht führen können, dürfen in der Zeit, in der die Lichter geführt werden müssen, nicht fahren, es sei denn, dass ein Notstand vorliegt. Für diesen Fall ist eine elektrische Leuchte oder Laterne mit einem weißen Licht ständig gebrauchsfertig mitzuführen und rechtzeitig zu zeigen, um einen Zusammenstoß zu verhüten. Topp- und Hecklichter sind weiße Lichter, Seitenlicht Steuerbord ist ein grünes Licht, Seitenlicht Backbord ist ein rotes Licht. ---->nach oben   ----->nächste Seite(sonstige Regeln)

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