Die Wasser- und Schifffahrtsdirektionen haben für bestimmte Wasserflächen außerhalb des Fahrwassers Fahrverbote erlassen.

Es besteht für Motor-, Segel- und Ruderboote ein absolutes Fahrverbot bei Nacht und verminderter Sicht, wenn sie die nach den Verkehrsvorschriften vorgeschriebenen Lichter nicht führen können. Die Befahrens-Verbote für Bundeswasserstraßen in den Nationalparken im Bereich der Nord- und Ostsee sowie in den Naturschutzgebieten sind zu beachten. Auskunft geben die zuständigen Wasser- und Schifffahrtsdirektionen.

Militärische Sperr- und Warngebiete

Vor der Nord- und Ostseeküste wurden für militärische Übungen und Erprobungen Sperr- und Warngebiete eingerichtet. Im einzelnen sind dies:

Warngebiet in der Nordsee                                                             Sperrgebiet

  • Meldorfer Bucht

Warngebiete in der Ostsee

  • Torpedoschießbahn Eckernförde-Süd
  • Aschau * Todendorf
  • Putlos Sperrgebiete in der Ostsee
  • Schönhagen
  • Eckernförde-Nord
  • Eckernförde-Süd
  • Surendorf
  • Marienleuchte Kennzeichnung der Sperr- und Warngebiete Die Grenzen dieser Gebiete werden wie folgt bezeichnet:
  • bei Warngebieten durch gelbe Tonnen - zum Teil Leuchttonnen - mit einem gelben liegenden Kreuz als Toppzeichen und der Aufschrift „Warn-G." (kann vorübergehend Sperrgebiet werden),
  • bei Sperrgebieten durch gelbe Tonnen mit einem - von oben gesehen- rechtwinkligen roten Kreuz und der Aufschrift „Sperr-G.".

An den Stellen, an denen die Grenzen auf die Küste treffen, stehen gelbe Stangen mit einem gelben liegenden Kreuz als Toppzeichen, wobei die Stangen in Sperrgebieten mit einem breiten roten Band versehen sind. Diese und weitere kleinere Sperr- und Warngebiete sind in den Seekarten eingetragen.

Verhalten in den Sperr- und Warngebieten:

Der Aufenthalt in den Sperrgebieten ist verboten. In den Warngebieten ist der Aufenthalt ebenfalls verboten,wenn sie für militärische Übungs- und Erprobungszwecke zur Verfügung stehen müssen. Fahrzeuge, die sich bei Beginn der Übung oder Erprobung in einem Warngebiet aufhalten, haben es umgehend zu verlassen. Über die Übungs- und Erprobungszeiten wird die Schifffahrt besonders unterrichtet. So werden z. B. für die Warngebiete Todendorf und Putlos die beabsichtigten Schießzeiten wöchentlich in den „Nachrichten für Seefahrer" bekanntgegeben. Kurzfristige Änderungen der Schießzeiten aufgrund der Wetterlage oder infolge technischer Störungen sind möglich. Maßgebend sind jedoch immer die die Sperrung anzeigenden Signale auf den Signalstellen und auf den Sicherungsfahrzeugen.

Für die Warngebiete Todendorf und Putlos werden während des Schießbetriebes von den Signalstellen Heidkate, Hubertsberg, Wesseck, Blankeck und Heiligenhafen und auf den Sicherungsfahrzeugen folgende Tag und Nachtsignale gezeigt:

  • bei Schießbetrieb im Warngebiet Todendorf: Blitzfeuer gelb
  • bei Schießbetrieb im Warngebiet Putlos: Blitzfeuer rot
  • bei Schießbetrieb in den Warngebieten Todendorf und Putlos: Blitzwechselfeuer gelb-rot.

Gefahrenbereich außerhalb der Warngebiete Todendorf und Putlos Der Gefahrenbereich der Übungen von den Schießplätzen Todendorf und Putlos aus reicht über die Warngebiete hinaus. Auch dieser Gefahrenbereich sollte während der Schießzeiten gemieden werden. Die Grenze des Schießgebietes wird durch gelbe Leuchttonnen bezeichnet, die ein gelbes Feuer haben und ein gelbes liegendes Kreuz als Toppzeichen tragen. Sperr- und Warngebiete sind mit ihren Grenzen auch aus den Seekarten zu ersehen.

Weitere Regelungen:

Neben den genannten Sperr- und Warngebieten gibt es noch Schutzbereiche und sog. Messstellen in der Ostsee und im Nord-Ostsee-Kanal. In ihnen ist ebenfalls ein bestimmtes Verhalten vorgeschrieben. Einzelheiten hierfür, aber auch über die Übungs- und Erprobungszeiten und die besondere Signalgebung in den anderen genannten Sperr- und Warngebieten, können der Schifffahrtspolizelverordnung über Sicherungsmaßnahmen für militärische Sperr- und Warngebiete an der schleswigholsteinischen Ost- und Westküste und im Nord-Ostsee-Kanal entnommen werden. Zuwiderhandlungen gegen Bestimmungen dieser Verordnung können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

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