Tempo   Ankern   Brücken   Schleusen   Signale   Nord-Ostsee-Kanal

Fahrgeschwindigkeit:

Sie ist so einzurichten, daß sie jederzeit der Verkehrslage und der Beschaffenheit der Schifffahrtsstraße genügt und nötigenfalls rechtzeitig gestoppt werden kann. Motorbootfahrer und Fahrer von Segelyachten unter Motor sollten bedenken, dass rasantes Fahren, so vergnüglich es auch für sie selbst sein mag, sehr starken Schwell verursacht, der im Hafen oder in Päckchen vor Anker liegende Boote in kritische Situationen bringen kann. Bestehende Geschwindigkeitsbeschränkungen sind zu beachten. --->nach oben

Anker-, Anlege- und Festmachverbote:

Durch das Ankern, Anlegen und Festmachen darf die Schifffahrt nicht beeinträchtigt werden. Auf anlegende Fahrzeuge hat die übrige Schifffahrt Rücksicht zu nehmen. Auf den Binnenschifffahrtsstraßen müssen Wassersportfahrzeuge ihren Liegeplatz so nahe am Ufer wählen, wie es ihr Tiefgang und die örtlichen Verhältnisse zulassen. Kleinfahrzeugen ist das Stillliegen an einer Liegestelle ohne Erlaubnis der zuständigen Behörde nur bis zu drei Tagen gestattet. Hierbei sollen sie möglichst nur an den Enden der Liegestelle stillliegen. Grundsätzliches Stillliege-, Anker- und Festmachverbot besteht

  • auf Schifffahrts- und Schleusenkanälen
  • auf den von der zuständigen Behörde bekanntgegebenen oder gekennzeichneten Strecken
  • unter Brücken und Hochspannungsleitungen
  • in Fahrwasserengen sowie an Einmündungen oder Hafeneinfahrten
  • in der Fahrlinie von Fähren und im Kurs, den Fahrzeuge beim An- und Ablegen benutzen usw.
  • Bäume, Geländer, Pfähle, Grenzsteine, Säulen, Eisenleitern, Handläufe und ähnliche Gegenstände dürfen weder zum Festmachen noch zum Verholen benutzt werden. Auf den Seeschifffahrtsstraßen ist das Ankern verboten
  • im Fahrwasser * an engen und unübersichtlichen Stellen
  • im Umkreis von 300 m von schwimmenden Geräten, Wracks und sonstigen Schifffahrtshindernissen und Leitungstrassen sowie von Warnstellen, Kabeln und Rohrleitungen
  • im Abstand von 300 m von Hochspannungsleitungen
  • bei verminderter Sicht  100 m vor und hinter Sperrwerken
  • vor Hafeneinfahrten, Anlegestellen,Schleusen und Sielen
  • innerhalb von Fähr- und Brückenstrecken
  • in den Zufahrten zum Nord-Ostsee-Kanal.

Das Anlegen und Festmachen ist verboten

  • an Sperrwerken, Strom- Bauwerken,
  • Leitwerken, Pegeln, festen und schwimmenden Schifffahrtszeichen,
  • an engen und unübersichtlichen Stellen und innerhalb von Fähr- und Brückenstrecken.

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Brücken, Schleusen

Durchfahren von Brücken:

 Das Fahrwasser wird durch Brückenöffnungen teilweise erheblich eingeschränkt. Daher regeln Verkehrszeichen das Durchfahren von Brückenöffnungen:

  • Ist eine Brückenöffnung durch ein oder zwei gelbe oder weiß-grüne Karos gekennzeichnet, wird empfohlen,diese Öffnung zu durchfahren. Die anderen Öffnungen dürfen nur auf eigene Gefahr benutzt werden.
  • Ist eine Brückenöffnung durch rot-weiße Karos gekennzeichnet, so ist in diesem Bogen die Schifffahrt außerhalb des durch die beiden Tafeln begrenzten Raumes verboten.
  • Sind Brückenöffnungen durch eine rot-weiß-rote Tafel (nachts durch ein oder zwei rote Lichter) gekennzeichnet, ist das Durchfahren dieser Brückenöffnung ausnahmslos verboten.
  • Ist eine Brücke nicht durch eines der genannten Zeichen gekennzeichnet, darf jeder Bogen ohne Einschränkung durchfahren werden. Der Tiefgang des Fahrzeugs ist dabei jedoch zu berücksichtigen    ---->nach oben

Durchfahren der Schleusen:

Auf den Binnenschifffahrtsstraßen müssen die Führer von Kleinfahrzeugen im Schleusenbereich folgende Vorschriften beachten:

  • Es darf nur mit mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden.
  • Bei Annäherung an die Schleuse, insbesondere in den Schleusenvorhäfen, ist das Überholen verboten.
  • Außer zur Einfahrt in die Schleusenkammer darf nicht über das am Ufer aufgestellte Halteschild hinausgefahren werden.
  • Wer nicht schleusen will, darf nicht im Schleusenbereich stillliegen.
  • Kleinfahrzeuge dürfen erst nach den Fahrzeugen der Großschifffahrt in die Kammer hineinfahren.
  • Während des Schleusenvorgangs muß das Fahrzeug ausreichend befestigt sein; es müssen Fender benutzt werden. Schleusenein- und -ausfahrt werden durch Lichtsignale in unmittelbarer Nähe der Schleusenkammer geregelt.
  • Soweit sie nicht Bootsschleusen, Bootsgassen oder Bootsumsetzanlagen benutzen können, werden Kleinfahrzeuge nur in größeren Gruppen oder zusammen mit anderen Fahrzeugen geschleust. Ausnahmen sind je-doch möglich. Bei Gruppen- oder Wanderfahrten empfiehlt sich eine rechtzeitige Anmeldung zum Schleusen beim zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt oder bei der jeweiligen Schleusenbetriebsstelle.
  • Sind Bootsschleusen vorhanden, sollten diese Anlagen benutzt werden .  ---->nach oben

Signale an Brücken und Schleusen:

sig1Durchfahren / Einfahren verboten,Brücke / Sperrwerk / Schleuse ist geschlossen

sig2Freigabe von Brücke / Sperrwerk / Schleuse wird vorbereitet

sig3Brücke /Sperrwerk / Schleuse kann von Fahrzeugen durchfahren werden, für die die Durchfahrtshöhe mit Sicherheit ausreicht. Ein eventueller Gegenverkehr hat aber Vorfahrt

sig5Brücke /Sperrwerk / Schleuse ist geöffnet; sie kann durchfahren bzw. es kann eingefahren werden, jedoch unter Beachtung der Vorfahrtregeln für Engstellen

sig4Hubbrücke steht in der ersten Hubstufe und kann von Fahrzeugen, für die die Durchfahrthöhe ausreicht, durchfahren werden

sig6Durchfahren/Einfahren.  Brücke/Sperrwerk/ Schleuse ist geöffnet. Gegenverkehr ist gesperrt

sig7Die Anlage ist für die Schifffahrt gesperrt

sig10Einfahren in die Zufahrten, Schleusenvorhäfen und Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals für Sportfahrzeuge frei

sig9Aus der Schleuse ausfahren

sig2Ausfahren aus der Schleuse ist verboten

Schallsignale:

--.-(HUPE:) Brücke/Sperrwerk/ Schleuse geöffnet; seewärts fahrende Fahrzeuge durchfahren

 --..-Brücke / Sperrwerk/  Schleuse geöffnet, binnenwärts fahrende Fahrzeuge durchfahren

.... Durchfahren/Einfahren verboten. Brücke / Sperrwerk/Schleuse kann vorübergehend nicht geöffnet werden

--Schallsignal von Fahrzeugen: „Brücke/ Sperrtor / Schleuse öffnen" (gilt nicht für Trave-Hubbrücken).

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Nord-Ostsee-Kanal:

  • Der Nord-Ostsee-Kanal wird jährlich von etwa 60000 Fahrzeugen - davon etwa 19000 Sportfahrzeugen - befahren. Berufs- und Sportfahrzeuge verkehren insbesondere in den Vorhäfen und im Schleusenbereich auf engstem Raum. Im Gegensatz zu anderen Seeschifffahrtsstraßen wird der Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal gelenkt. Die wichtigsten Vorschriften für Sportfahrzeuge lauten:
  • Das Einlaufen für Sportfahrzeuge in die Zufahrten sowie in die Vorhäfen und Schleusen wird jeweils durch ein unterbrochenes weißes Licht angezeigt.
  • In den Schleusen ist beim Vorbeifahren an festgemachten Fahrzeugen auf Schraubenstrom bzw. Strom durch Bugstrahlruder zu achten. Auf Lautsprecherdurchsagen des Schleusenmeisters ist zu achten.
  • Sportfahrzeuge dürfen den Nord Ostsee-Kanal lediglich zur Durchfahrt während der Tagfahrzeiten -jedoch nicht bei verminderter Sicht- benutzen.
  • Liegestellen sind im Yachthafen Brunsbüttel, Ausweichstelle Brunsbüttel (Nordseite), westlich der Weiche Dückerswisch (Nordseite), vor der Gieselau-Schleuse, im Obereidersee mit Enge, im Borgstedter See, im Flemhuder See sowie im Yachthafen Kiel-Holtenau.

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