META NAME="title" content="Törnbericht Okt.2002"

Quaranta Quatre

Balearen Chartertörn 04.10. - 12.10. 2002

Am Freitag , den 04.10.2002 treffen sich um 5.00 Uhr morgens 6 H´s aus verschiedenen Regionen NRW´s am LTU Schalter des Düsseldorfer Flughafens um den Unbilden des Deutschen Wetters zu entkommen. Das Ziel war für alle klar ... M a l l o r c a !!! Am Flughafen in Palma wurden wir von Moni und Bernd abgeholt und in das "Luxushotel" Talamanca in Cala D´or gebracht.
b1 Diesen Umstand mussten wir erst einmal begießen. Danach trennten sich unsere Wege, ein Teil von uns blieb in der Stadt und erkundete die Gassen von Cala D´or. Achim, Dieter und Bernd führten eine Reparatur an Bernd´s Haus durch. Anschließend trafen wir uns alle in Pepe´s Kneipe (immer wieder gut und günstig) zum Mittagessen. Dort wurde uns ein schmackhaftes Essen serviert. Danach fuhren wir alle zum Hafen hinunter, wo auch schon die Quaranta Quatre (44) am Kai lag.
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Wie mit Bernd besprochen wurde dann das normale Großsegel gegen ein Hightech-Segel ausgewechselt. Wir waren alle etwas angeschlagen und zogen es vor, uns bis zum Abendessen noch etwas zurückzuziehen. Zum Abendessen fuhren wir gemeinsam mit Moni und Bernd zu Pepe. Dort hatte Bernd für uns eine Paella vorbestellt. Sie war superlecker und die gereichten Getränke taten ihr übriges bei der Völlerei. In nach Weiblein und Männlein getrennten Fahrzeugen fuhren wir zurück zum Hotel, wobei sich in Moni´s Auto alles um Korinthen drehte. An der Bar des Hotels lernten wir den Traum des Hotels kennen. Die Tochter des Hotelbesitzers, die uns fortan mit leckerem Gerstensaft versorgte. Da Bernd leider das Abendessen bei Pepe nicht bezahlen durfte, übernahm er großzügig den Gerstensaft des Abends. Nach einem schönen und spaßigen Abend legten wir uns in Erwartung auf einen schönen Törn in unseren Suiten zur Ruhe.


Samstag, den 05.10.2002
Nach einem erfrischenden Duschbad nahmen wir ein reichhaltiges Frühstück mit Spezialkaffee - von Bernd extra für uns bestellt - zu uns b3 Bernd holte einige Leute der Crew ab, unter anderen Skipper Achim , der noch die Relingstützen an der Bon Vent reparierte. Die restlichen Crewmitglieder erledigten mit Moni’s Auto die Einkäufe. Da unser Skipper mit Bernd den Eincheck und einige andere Dinge zu erledigen hatte und wir derweil mit unseren Einkäufen fertig waren, verstauten wir die Grundnahrungsmittel (flüssige und feste) an Bord.
b4 Gegen 13.00 Uhr verließen wir den Heimathafen der Quaranta Quatre mit Kurs auf Cabrera. Bei leichter Brise fährt die Crew mit bester Laune an der Küste Mallorcas entlang und genehmigt sich den ersten Manöverschluck und eine kleine Brotzeit.
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Radio Mallorca brachte Wetternachrichten, gute Musik und natürlich unseren legendären Ketchup-Song. Hildegard gewöhnte sich dank Ingwer schnell an die Tücken des Seegangs bei achterlichem Wind. Bei bestem Wetter enterten wir in der Lagune von Cabrera eine der behördlich vorgeschriebenen weißen Bojen, woran eine Muringleine hing.
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Diese belegten wir an unserem Schiff, um in Ruhe Moni´s Kuchen mit frischen Kaffee genießen zu können.
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Nachdem vom Nachbarschiff nackte Berliner und -innen ins Wasser sprangen, versuchten wir es auch mit Schwimmen und Tauchen. Die Unterwasserfauna und die vielen Fische waren sehenswert. Erfrischt vom Bade im Meer gingen Hildegard, Achim und Gerd mit dem Dinghi an Land um die Festung zu besetzen. Vom Hafen zur Burg war es ein schöner Aufstieg, mit einer noch schöneren Aussicht.
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Nach der Eroberung der Burg hisste Achim für alle Welt sichtbar die Flagge.
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Nach dem Abstieg und einem kühlen Blonden im Hafen steuerten die drei mit dem Dinghi wieder ihrem Boot zu. An Bord war die Stimmung prächtig und zur Stärkung gab es ein Sponsor-Essen von M.B. Mallorca-Bootcharter "Chili con Carne". Noch ein paar Drinks und wir lagen alle tiefschlummernd in unseren Kojen, einem verheißungsvollen neuem Tag entgegen.


Sonntag, den 06.10.2002
Heute geht es nach Cala Ratjada, zu diesem Zweck laufen wir schon sehr zeitig aus. Kurz nach 5.00 Uhr wird der Anker gelichtet und wir fahren bei Dunkelheit aus der Lagune von Cabrera. In der Dunkelheit sind die Leuchtfeuer von Mallorca zu sehen. Bei der Ausfahrt überfahren wir einen Fischschwarm, der das Wasser kurzzeitig zum Brodeln bringt. Hinter dem letzten Huk mit dem Leuchtfeuer von Cabrera, legen wir Kurs auf Cala Ratjada an. Es dämmert, langsam geht die Sonne auf und wir setzen die Segel. Gertrud, Hildegard und Konni werden munter. Sie kochen Kaffee und bereiten ein leckeres Frühstück zu.
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Mittags wird in der Bucht von Puerto de Costa geankert und es geht ab zum Schwimmen ins warme Mittelmeer.
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Nach einer kleinen Stärkung fahren wir bei gutem Wind und bester Laune weiter nach Cala Ratjada.
Gegen 17.00 Uhr liegen wir dort vor Anker.
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Abends serviert Gerd, unser Smutje leckere Koteletts mit Knoblauch an Rotweinsauce. Nach dem Dinner gingen wir in die City zum örtlichen Bierbrunnen und ließen uns ein leckeres Frankenheimer Alt munden. Wieder an Bord, gab es zu unserer Überraschung an unserer Backbordseite Livemusik von einem gemischten Damenchor aus Mainz. So jedenfalls stellten sich die 9 Herren nebenan vor. Die Musik und die Gesangstunden waren toll. Die Stimmung wurde immer toller, bis Achim und Konni auf dem Höhepunkt die Stimmung weiter mit einem Tänzchen auf der Hafenmole anheizten. Während dieser Zeit hat der Klabautermann die Gangway etwas angelupft. Bei der Rückkehr aufs Schiff fiel unser Skipper bei der akrobatischen Übung die Gangway zu erklimmen zwischen Schiff und Kaimauer, wobei er zum Glück nur nass wurde.
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Damit die Tauchaktion keine unnütz verbrachte Zeit war, überprüfte er unter Wasser noch schnell Schraube und Ruder des Schiffes. Beides war noch da!!! Wir saßen noch gemütlich bei guter Musik und Getränken zusammen und ließen den Abend langsam ausklingen.
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Montag, den 07.10.2002
Um 9.55 Uhr laufen wir unter Motor aus dem Hafen von Cala Ratjada nach Alcudia aus. Um 10.00 Uhr sind Genua und Groß gesetzt und wir rauschen mit guter Fahrt die Küste entlang.
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Der Blick, der sich bietet ist wunderschön. (Besser als auf den Fotos)
Mittags ankern wir in einer schönen windgeschützten Bucht und trinken Kaffee mit Muffins, die leider nur etwas für den hohlen Zahn sind. Aber lecker! Nach einer Erfrischung im Meer, lichten wir den Anker und fahren weiter nach Alcudia.
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Gegen 16.00 Uhr legen wir in Alcudia an. Die Marina ist sauber und die Duschen haben herrlich heißes Wasser. Das kann man bei einer Liegegebühr von Euro 45 auch erwarten. Im Anschluss an die Körperpflege reichte unser Smutje Bratkartoffeln, Spiegeleier und Salat. In der Stadt wurden die Vorräte aufgestockt, anschließend ging’s ab in die Kojen. Es wurde eine ruhige Nacht.

Dienstag, der 08.10.2002
Wir laufen 10.10 Uhr unter Motor aus Alcudia in Richtung Cap Formentor aus.
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Da Wind und Wetter gut sind, beschließen wir nach Menorca zu fahren. Wir genießen die rauschende Überfahrt. Unterwegs sahen wir fliegende Fische. Ein tolles Schauspiel! Später entdeckte unser Ausguck Delphine an Steuerbord voraus. Leider war es nur eine optische Täuschung in Form eines Baumstammes.
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Währenddessen sitzt unter Deck die "berühmte Schriftstellerin „Uta Sanella“(mit Bürgerlichem Namen Gertrud Heusch) und führt pflichtbewusst das Logbuch. Dabei glaubt die gesamte Crew, dass sie mit ihrem Schreibtalent einen Haufen Geld mit Seefahrtsgeschichten und Abendteuerromanen verdienen könnte. ... Aber gleichzeitig sind alle froh, dass sie nicht Logbuch führen müssen. " Schön dass es sie gibt! " Die Küste Menorcas ist sehr felsig und sieht in der Abendsonne wunderschön aus.
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Anschließend ist schwimmen und plaudern angesagt. Gerd, unser Smutje, serviert „Menorcinische „ Hähnchen mit viel Knoblauch um nachts in der einsamen Bucht vor Vampiren geschützt zu sein.
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Achim und Gerd fuhren noch schnell mit dem Dinghi an Land, um etwas Trinkbares und Filme zu holen. Danach saßen wir noch zusammen, plauderten und genossen den restlichen Abend. Danach fielen alle in die Kojen und hatten das Gefühl in einer Waschmaschine mit Hauptwaschgang zu „schlafen“. Es herrschte starker Schwell!!! Da draußen braute sich offenbar etwas zusammen...

Mittwoch, den 09.10.2002
Nach einer durchschaukelten Nacht beschließen wir den Kurs La Caletta - Cala Ratjada . Der Himmel ist teilweise schwarz und stark bewölkt. Es regnet wie aus Eimern. Nach einem ausgiebigen Frühstück laufen wir aus, nachdem wir Landfeste und Anker eingeholt haben.
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Draußen erwartet uns eine nette Dünung und guter Wind, der uns am Wind 7 - 8 Knoten schnell fahren lässt.
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Mit der für diesen Kurs üblichen Schräglage fahren wir Richtung Cala Ratjada, wo die Duschen überlaufen, das Wasser kalt ist und die Toiletten nicht besonders empfehlenswert sind.
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Um 15.40 Uhr gehen wir im Hafen von Cala Ratjada am Kai längsseits. Kurz darauf legte sich noch eine Gib-Sea aus Kassel neben uns ins Päckchen, die eine sehr nette Crew an Bord hatte.
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Der Smutje kredenzte Nudeln mit Spezial-Tomatensauce, welche sichtbare Spuren auf seinem T-Shirt hinterließ. Als die Bäuche gefüllt waren, steuerten wir wieder mal den örtlichen Bierbrunnen an, um Lumumba und Frankenheimer Alt zu trinken. >> ES WAR HAPPY HOUR << Die Getränke verdoppelten sich.
Gegen 23.00 Uhr liegen alle in der Koje. Der Schwell steht auf den Hafen. Unser Boot ruckt an den Leinen wie ein störrischer Esel. Wieder mal eine unruhige Nacht...
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Donnerstag,den 10.10.2002
"Der Sturm"
Um 9.55 Uhr legen wir in Cala Ratjada ab. Um 10.05 Uhr sind Groß und Genua gesetzt. Wir rauschen mit ca. 6 Knoten einem noch unbekannten Ziel an der Küste Mallorcas entgegen. Es herrscht ziemlich raue See. In der Kajüte fliegen Handys, Lifebelts und andere Gegenstände durch die Luft. Deshalb suchen wir im Hafenhandbuch nach einem Schutzhafen. Doch es bleibt keine Zeit mehr ihn anzulaufen.
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Wir legen unsere Lifebelts an und picken uns in die Augbolzen ein. Der Himmel wird grau und schwarz und um 12.25 Uhr bricht der Sturm über uns herein. Der Regen peitscht übers Deck und behindert die Sicht. Wir reffen die Segel bis auf wenige Quadratmeter.
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Unten im Schiff fliegen die Klamotten von einer Seite zur anderen. Gertrud auch. Nun machen wir Schwerwettersegeln mit Kurs auf Porto Colom. Das Boot entwickelt sich zum Seepferdchen und stampft mit dem Bug in den Wellenbergen.
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Beim Wegrollen der Genua hat sich die Rollfockleine an der Refftrommel gelöst. Achim ist bei diesem Sauwetter auf das Vorschiff gegangen und hat die Genua festgelascht. Das Wetter beruhigt sich nach ca. einer halben Stunde und wir beschließen den Heimathafen der Quaranta Quatre, Cala D´or anzulaufen. Durch die unruhige See steuern wir den Hafen an.
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Nach dem gelungenen Anlegemanöver in Cala D´or, begießen wir alle überstandenen Abenteuer mit einem kräftigen Manöverschluck. Danach werden einige kleine Reparaturen durchgeführt. Den Abend beginnen wir bei Pepe mit einem guten Essen und einem Gläschen Wein. (Bier)! Im Anschluss daran entführte uns Achim in einen englischen Pub am Hafen von Cala D´or. Dort spielten wir Poolbillard und tranken köstlichen "Kai Pirinja", der einem allein schon durch seinen Preis von Euro 8,50 die Sinne benebelte. Der ultimative Schlummertrunk wurde deshalb an Bord der Quaranta Quatre getrunken, indem wir versuchten die Reste der Bordbar zu vernichten.

Freitag, den 11.10.2002
Der letzte Tag auf der Quaranta Quatre. Es hat die ganze Nacht geregnet. Das Wetter ist so schlecht, dass wir nicht mehr auslaufen wollen. Wir putzen das Boot.
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Die restliche Zeit vertreiben wir uns an Land. Wir laufen zu Fuß zur Festung in Cala D´or, bestaunen die Küste und die Touristenhochburgen.
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Den Abend verbringen wir abermals in Pepe´s Lokal, bei gutem Essen und leckeren Getränken. Noch eine Nacht im "Hotel Quaranta Quatre" im ruhigen Hafen von Cala D´or.

Samstag, den 12.10.2002
Früh um 5.30 Uhr geht der Wecker! ..... Es ist hart. Wir müssen zurück nach Germanien.
Noch schnell duschen und frühstücken. Um 7.00 Uhr steht das Taxi am Hafen. Adios Cala d´Or. Bis zum nächsten mal. Wir werden dich vermissen.

Die 6 H´s aus NRW!
Achim der Skipper Konni die Organisatorin Gertrud unsere Schriftführerin
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Gerd unser Smutje Dieter der Navigator Hildegard unsere Zahlmeisterin