Bei Problemen mit Behörden oder sonstigen Ausnahmefällen:
Deutsche Botschaft
Groot Hertoginnelaan 18-20
NL-2517 EG, Den Haag
Tel:0331-70/34 20 600
Fax:0331-70/36 51 957
auch in Amsterdam,
Rotterdam, Eindhoven,
Maastricht
Wattenmeer
Das Wattenmeer zwischen Den Helder und den ostfriesischen Inseln ist das schwierigste der niederländischen Segelreviere.
Wassertiefe, Gezeiten, Strömungen und Wetterverhältnisse stellen extreme Anforderungen an den Skipper.
Es gibt nur wenige Häfen, die Fahrrinnen müssen genauestens eingehalten werden wenn man nicht auf der Sandbank landen will. Zudem sind Starkwindlagen viel häufiger als im Ijsselmeer und in Zeeland.
Seezeichen liegen weit auseinander (ca. 1sm) und sind bei diesigem Wetter (das ist sehr häufig!) schwer zu erkennen.
Fahrrinnen und ihre Betonnung ändern sich von Jahr zu Jahr, deshalb nur die neuesten Seekarten verwenden!!!
Übersicht
Zeeland
Das Revier liegt zwischen den großen Inseln des Deltas von Maas und Schelde. Die Gewässer sind größtenteils von der Nordsee getrennt.
Zugänge zur Nordsee über die Schleusen des Haringvlietes (im Norden), der Oosterschelde (Mitte) und den Kanal Walcheren (im Süden).
Gezeitenverhältnisse auf der äußeren Oosterschelde (bis zum Philipsdam und dem Oesterdam) beachten, da die Fahrrinnen eingehalten werden müssen. Oft harte, steile See! Gezeitentabelle, Stromatlas und nur die neueste Ausgabe der Seekarten verwenden!
Fahrwasser gut betonnt in einem Abstand von 0,25-0,75sm. Zum Liegen und Übernachten Häfen anlaufen.
Häfen in Zeeland von Nord nach Süd:
Touristbüro Zeeland:
Ijsselmeer
Das beliebteste Segelrevier der Niederlande
Das Ijsselmeer ist ein durch den 30 km langen Abschlußdeich von der Nordsee abgeschlossener Binnensee 60km lang und ca 20km breit. 210 km Küstenlinie
Wassertiefe 4,5-6,0m. Einige Untiefen von 0,4-0,8m !
Sturmwarnungen unbedingt beachten!
Wer mit seinem Schiff auf dem Ijsselmeer unterwegs sein wird, sollte sich auf jeden Fall eine neue Seekarte kaufen.
Die zuständige Verkehrsbehörde Rijkswaterstaat hat die Betonnung auf diesem auch bei Deutschen sehr beliebten Binnengewässer in 2006
umfassend geändert. Die beidseitige Austonnung mit lateralen Seezeichen ist reduziert worden, die Hauptrouten, die von der Berufsschifffahrt
genutzt werden, sind künftig nur noch durch Mitten-Fahrwassertonnen gekennzeichnet.
Eine Verbesserung ist, dass die Austonnung von so genannte Gefahrenstellen wie Vrouwesand oder Steile Bank in der Bucht von Lemmer verdichtet wird.
Hier liegen künftig 18 unbefeuerte Tonnen mehr.
Reduziert wird die Austonnung der Anlauffahrwasser: Vor Makkum von elf auf neun, vor Stavoren von 18 auf 15 und im Pampusgeul von 18 auf 14.
Vor Workum und Hindeloopen bleibt alles beim alten. Deutlich weniger Tonnen liegen auf den Hauptrouten: Zum Beispiel zwischen Lelystad und Lemmer
vier (vorher neun) und zwischen Enkhuizen und Urk ebenfalls vier (vorher 16).
Liegeplätze: Nicht nur an der Westseite des Ijsselmeeres ein begehrtes und entsprechend rares Gut. Es
gibt überwiegend lange Wartelisten.
Liegegebühren: Zur Orientierung: Für einen Jahresliegeplatz im Wasser in einer Zehn-Meter-Box der
Marina zahlt man knapp über 1100 Euro . Wer im Winter an Land liegen will, muß etwas drauflegen. Die Hafengebühren für Tageslieger stehen im "Almanak" (s. u.).
Führerscheine: Für Wasserfahrzeuge bis 15 Meter Länge bzw. unter 20 km/h ist (noch) kein
Befähigungsnachweis erforderlich.
Charter: Der überwiegende Teil der niederländischen Anbieter vermarktet sich selbst, ohne auf deutsche
Agenturen zurückzugreifen. Viele Anschriften findet man in der Broschüre des ANWB "Land von Wind und Wasser", zu beziehen über das Niederländische Büro für Tourismus, Adresse s. u.
Literatur: Alles, was Segler in den Niederlanden und speziell am Ijsselmeer über Brückenöffnungzeiten,
Häfen, Schleusen, Wetterberichte, Hoch- und Niedrigwasser usw. wissen müssen, steht auf
niederländisch im Wateralmanak, Teil 2, der jedes Jahr neu erscheint. Teil 1 mit den gültigen
Vorschriften für die einzelnen Gewässer ist ohnehin verpflichtend für den Bordgebrauch vorgeschrieben.
Preis ca 15 Euro je Teil.
Karten: für die Westküste des Ijsselmeeres und darüber hinaus für alle Binnengewässer der Niederlande
werden vom Touristverband ANWB herausgegeben. Für die beschriebene Westküste des Ijsselmeeres
reichen die Karten I, G und F. Preis pro Stück: ca.7 Euro. Zur Orientierung eignet sich gut die
Wasserstreckenkarte, jetzt neu erschienen. Erstmals enthalten ist die Beschreibung der
"Stande-Mast"-Route, auf der die Niederlande von der Emsmündung bis zum Delta von Rhein, Maas und
Schelde durchgehend und ohne Mastlegen zu befahren sind. Preis: ca.3 Euro.
Vorgenannte Produkte sind zu beziehen entweder über den Nautischen Fachbuchhandel oder über das
Niederländische Büro für Tourismus, Postfach 270580, 50511 Köln, Telefon 0221/2570383,das weitere Publikationen über Wassersport und Landgang vertreibt.
Nautische Revierführer: Titel:Das Ijsselmeer Manfred Fenzl Edition Maritim;
Jan Werner/Helmut Jahn: "Holländische Häfen aus der Luft", nur noch Restexemplare! (beide Delius Klasing)
Orte mit Häfen:
( z.T. mit Verbindung zum Binnenwassernetz:)
Von N nach S:
- Makkum(53 03,02 N - 05 23,60 E) - Zugang zum Wattenmeer
- Den Oever
- Hindeloopen
- Stavoren
- Medemblik
- Lemmer
- Enkhuizen
- Hoorn
- Urk
- Kampen(52 34,00 N - 05 55,00 E) - über die Ijssel mit dem Binnenmeer" verbunden
- Lelystad
- Harderwijk
- Monnikendam
- Edam
- Volendam
- Marken
- Muiden
- Amsterdam (52 22,00 N - 04 55,00 E)
Von hier:Durchfahrt durch den Noordzee-Kanal nach IJmuiden an der Nordseeküste.
Übersicht
Binnengewässer:
Eine Vielzahl von Flüssen und Kanälen mit idealen Bedingungen zum Wasserwandern.
n Friesland sollen bis 2008 fünf weitere Aquadukte fertig gestellt sein.
Mit derStraßenunterführung unter dem Kanal bei Galamadammen am Johan Friso Kanal
wurde Ende 2004 das erste dieser fünf Bauvorhaben begonnen.
Weitere drei Aquadukte sollen entstehen. Dann soll es in Friesland insgesamt neun Engstellen weniger geben.
Weiter vorgesehen ist die Vertiefung von 83 Kilometern Wasserstraßen und die Erhöhung der Eisenbahnbrücke bei Akkrum.
Das so genannte Starteiland im Sneeker Meer soll ebenfalls attraktiver gestaltet werden.
Etwas warten müssen die Wassersportler noch auf den geplanten Ausbau der Schleuse in Stavoren.
Wohl erst 2009 wird diese Schleuse um eine weitere Schleusenkammer ausgebaut worden sein.
Information über das Niederländische Touristbüro in Köln(Postfach 27 05 80
D-50511 Köln
Tel:0221/2570383
Brücken und Schleusen
Brücken
Auf jedem Törn müssen zahlreiche Brücken passiert werden. Man unterscheidet zwischen festen und beweglichen Brücken. Sowohl der Almanach 2 als auch die Wasserkarten informieren über diese Bauwerke.
Die Brücken sind bei den jeweiligen Orts- oder Gewässernamen im Almanach 2 verzeichnet. Die Durchfahrtshöhen sind in Metern und Zentimetern angegeben. Wasserkarten: Feste Brücken sind durch den Buchstaben "H" gekennzeichnet, während man bewegliche Brücken durch die Buchstaben “BB” erkennen kann. "H" steht für Höhe. Auf den Wasserkarten werden die Durchfahrtshöhen in Dezimetern angegeben. Beispiel: H 34 = feste Brücke mit 3,4 Meter Durchfahrtshöhe. Die Durchfahrtshöhe eines Schiffes wird ab Wasserspiegel bis zum höchsten festen Punkt berechnet, also ohne klappbare oder wegnehmbare Teile wie Geräteträger, Masten, Verdecke etc. Diese Elemente müssen zusätzlich berücksichtigt werden, wenn sie für die Durchfahrt einer festen Brücke nicht gesenkt oder entfernt werden. Die Durchfahrt wird bei den beweglichen Brücken meistens mittels Lichtsignalen geregelt, während bei den festen Brücken - vor allem auf den größeren Wasserwegen - die bekannten Schifffahrtszeichen angebracht sind. Es handelt sich dabei um rot-weiße Schilder (Kegel). Dies bedeutet in der Praxis, dass innerhalb der weißen Markierungen gefahren werden muss.
Ein gelbes Schild (Kegel) zeigt an, dass die Brücke in beiden Richtungen durchfahren werden darf. Bei vielen Gemeindebrücken muss für die Durchfahrt ein Entgelt entrichtet werden. Die Tarife sind im Almanach 2 verzeichnet und auch an der jeweiligen Brücke angeschlagen. Der Einzug der Gebühr erfolgt mittels Holzschuh. Dieser ist an einer Art Angelrute befestigt und wird vom Brückenwächter zum passierenden Schiff herabgelassen. Es ist ratsam, immer genügend Münzen dabei zu haben.
Schleusen
Die Höhenunterschiede sind meist gering und bereiten deshalb auch Einsteigern kaum Schwierigkeiten. Länge und Breite der Schleusen sind im Almanach 2 und in den Wasserkarten verzeichnet. Wenn der Schleusenmeister die Einfahrt frei gibt, kann eingefahren werden. In der Hochsaison wird jeder Zentimeter ausgenutzt. Drei bis vier Schiffsbreiten sind dann keine Seltenheit. Schon vor der Einfahrt auf beiden Seiten Fender anbringen und auch die Leinen bereit halten. Lautsprecherdurchsagen des Schleusenpersonals beachten. Falls sich Berufsschifffahrt in der Schleuse befindet, dran denken, dass das Schraubenwasser der großen Pötte Probleme bereiten kann. Möglichst erst einfahren, wenn sich die Lage beruhigt hat. Mit der Ausfahrt sollte abgewartet werden, bis das Frachtschiff das Schleusentor passiert hat. Wichtig bei jedem Schleusenvorgang ist, dass jedes Crewmitglied eine feste Aufgabe zugeteilt bekommt (Fender, Taue). Bootshaken zum Abdrücken von der Wand sind eine Gefahrenquelle: Wenn der Stiel bricht, gibt es schwere Bauchverletzungen! Niemals die Hände zwischen Boot und Schleusenmauer halten! Niemals vom Boot auf die Schleusenmauer springen. Wer ausrutscht, gerät zwischen Bord- und Schleusenwand. Das geht immer übel aus!
Berufsschifffahrt

Vor allem auf den größeren Wasserstraßen muss mit Berufsschifffahrt gerechnet werden. Dabei kann es recht hektisch zugehen. Die Berufsschiffahrt hat immer Vorfahrt. Halten Sie sich stets rechts, also auf der Steuerbordseite. Denken Sie daran, dass die Passagier- und Frachtschiffe recht schnell sein können, Führer von langsamen Booten also jederzeit mit einem “Angriff” von hinten rechnen müssen. Regelmäßig zurückschauen ist deshalb oberstes Gebot für jeden verantwortungsvollen Skipper. Binnenschiffe können je nach Tiefgang und Geschwindigkeit einen gewaltigen Sog entwickeln, der nicht unterschätzt werden darf. Der seitliche Abstand zwischen Berufsschiff und Ufer ist ein wichtiger Faktor. Je weniger Raum vorhanden ist, desto schwieriger lässt sich ein Kleinfahrzeug auf Kurs halten. Wer über keine große Erfahrung verfügt, sollte sich -wenn immer möglich - von Berufsschiffen fernhalten. Denken Sie auch daran, dass nach dem Überholmanöver durch ein Fracht-oder Passagierschiff meist mit Wellenschlag gerechnet werden muss. Vor allem auf Kanälen, wo sich das Wasser nicht verteilen kann, ist dies besonders unangenehm. Entegenkommende Berufsschiffe bereiten hingegen kaum Schwierigkeiten. Falls ein Berufsschiff überholt werden soll, ist ebenfalls große Vorsicht geboten, denn wenn man an einem 80 bis 100 Meter langen Frachtschiff vorbeiziehen will, können Minuten -rein gefühlsmäßig - zu Stunden werden. Überzeugen Sie sich davon, dass kein anderes Schiff zu einem Überholmanöver ansetzt und auch kein Fahrzeug unmittelbar entgegenkommt. Im Bereich von Engstellen, Brücken, Biegungen, Kreuzungen, Einmündungen und Schleusenkanälen sollte grundsätzlich nicht überholt werden.
Natürlich halten auch Berufsschiffer Ausschau nach achtern. Dies ist immer eine Gelegenheit, um mittels Handzeichen das eigene Manöver anzukündigen. Falls der Überholvorgang Mühe bereitet, sollte er abgebrochen wer-den. Dies gilt auch dann, wenn der Berufsfahrer schneller wird.
Blaue Tafel
Berufsschiffe führen auf der Steuerbordseite eine “Blaue Tafel”. Im Normalfall, also wenn das Schiff rechts fährt, befindet sich diese Tafel in waagrechter Stellung. Erst wenn der Schiffsführer die Fahrwasserseite wechseln möchte, wird die Tafel gesetzt, daher in eine senkrechte Stellung gebracht. Zusätzlich blinkt ein weißes Licht auf. Dies lässt erkennen, dass eine Begegnung zwischen zwei Berufsschiffen Steuerbord/Steuerbord erfolgen soll. Man kann sich dies als eine Art Wechsel auf Linksverkehr vorstellen. Auf Flüssen kommen solche Manöver relativ häufig vor, da der Talfahrer die Strömung nutzt, während der Bergfahrer diese möglichst meiden möchte. In den typischen Wassersportgebieten wird man relativ selten mit der “Blauen Tafel” konfrontiert. Für die Freizeitschifffahrt ist überdies meist genügend Raum vorhanden, um geordnet rechts zu fahren. Wer jedoch auf Flüssen fährt und einem Berufsschiff zu folgen vermag, sollte dieses Wechselspiel ebenfalls mitmachen, denn dies spart Zeit und Treibstoff.
Funk an Bord
Jedes Rhein- oder Seefunkgerät benötigt eine Zulassung der zuständigen Behörde. Außerdem muss die Person, die das Gerät benutzt, über ein Sprechfunkzeugnis verfü-gen. Die Inbetriebnahme oder die Benutzung einer der oben genannten Sprechfunkanlagen ohne Zulassung und Berechtigung ist strafbar. Auch Handfunkgeräte auf Booten unter 20m Länge sind nicht erlaubt.
Vor allem die größeren Charter-Yachten von haben zugelassene Funkgeräte an Bord. Die Benutzung ist erlaubt, wenn ein Sprechfunkzeugnis vorliegt. Handys sind nützlich, können aber niemals ein Ersatz für das Schiffsfunkgerät sein.
Deutsch - Niederländisch - damit Sie sich leichter verständigen können:
Mini-Dolmetscher Deutsch-Niederländisch

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