segelnetz.de Revierinfo Niederlande

Sorry, your browser doesn't support Java(tm). Die Leuchttürme der Niederlande von Nord nach Süd. (Java Applet)
Erkennen Sie die Standorte? (zum Pfuschen mit der Maus über die Bilder gehen!)

Wattenmeer Zeeland IjsselmeerBinnengewässer Segelsaison: Mai bis Oktober
Wichtige Ausweise u. Dokumente:

Warme Ersatzkleidung für "Sauwetter" und Notfallausrüstung unbedingt mitnehmen! Die Nordsee ist kein Gartenteich! Strömungen und Gezeiten beachten!!!
Außerdem zu empfehlen: Niederländische Sprachkenntnisse. Schon aus Höflichkeit dem Gastland gegenüber!

Karten: SEGELSERVICE.COM

Wetterdienst Niederlande
Wetterdienst NL am Telefon: 0900 9337
Wetterdienst auf Mittelwelle: 3673 kHz um 9:40 und 21:40 UTC
Auf UKW (Marifoon):
Kanal 23 und 83 um 8:05, 13:05, 19:05 und 23:05 Uhr
Auf den gleichen Kanälen auch Sturmwarnungen: 03:33, 07:33, 11:33, 15:33, 19:33, 23:33 UTC und nautische Warnungen.

Amtl.Gezeiten-Datenbank

Im Binnenbereich:
Begrenzung der Durchfahrtshöhen möglich! Vorher genau informieren! Papiere:
Personalausweis
Führerschein:
bei Motorbooten ü.15m oder bei möglicher Geschwindigkeit des Bootes über 20km/h
Charterschiffe dürfen nicht nach Deutschland durchfahren!

  • Überall gültig in NL ist nur der Deutsche SBF-See.
  • Mit dem SBF-Binnen dürfen Sie nicht auf Westerschelde, Oosterschelde,Ijsselmeer,Waddenzee, Ems und Dollart fahren!
  • Es wird eine Haftpflicht- oder Kaskoversicherung empfohlen!

    Verkehrsordnungen:

  • Rheinschifffahrtspolizeiverordnung / Binnenvaartpolitiereglement (Für schnelle Boote): auf Rijn,Waal,Lek und Pannerdens-Kanal
  • Scheepvaartreglement Westerschelde: Auf der Westerschelde
  • Binnenvaartpolitiereglement: auf allen Binnengewässern der NL
  • KVR (Kollisionsverhütungsregeln) : Auf Nordsee, Emsmündung und Dollart (hier zusätzlich das "Scheepvaartsreglement Emsmonding")
  • Bis 1 km vor der Küste kann es örtliche Vorschriften geben! Informieren Sie sich!

    Hauptregel auf Binnengewässern: Fahrzeuge über 20m haben immer Vorfahrt vor Sportbooten!

  • Kleinfahrzeuge sollen soweit möglich auf der Steuerbordseite des Fahrwassers fahren (Ausnahme Geldersche Ijssel!)
  • Verbot von Surfen und Segeln, wenn das Boot nicht über 6 km/h mit Motor fahren kann!
  • Auf dem Prinses Margriet-Kanal zwischen Wartena und Jeltesloot ist für Segler das Kreuzen streng verboten!
  • Das Tafelzeichen B.11 verpflichtet zur Teilnahme am Sprechfunkverkehr, wenn Funk an Bord. Dies gilt auch für Seeschiffahrtsstrassen, Häfen und Küstenbereich.
  • Die jeweils geltenden Verkehrsvorschriften müssen an Bord mitgeführt werden! Im "Almanak voor Watertoerisme, Teil 1 sind alle Reglements abgedruckt. Teil 2 enthält Informationen zu den Binnenwasserstrassen. Bezug über: ANWBPostbus 93200, 2509 BA Den Haag; Tel.: 0031-(0)70 31 47 147

    Alkohol:

  • ab 0,8 Promille gelten Sie als absolut fahruntüchtig! Ab 0,5 Promille verstoßen Sie bereits gegen niederländisches Recht!
    Trunkenheit am Ruder kostet 2 Wochen Knast oder 1300 Euro. Verweigerung des Pustetests kostet bereits 990 Euro! Also Vorsicht mit dem jongen Genever!

    Vorgeschriebene Mindest-Ausrüstung: Signalhorn, zugelassene Navigationsbeleuchtung, Notsignale(rote Flagge/Rotes Licht), schwarzer Ankerball, weißes Ankerlicht, Radarreflektor auf Gebieten mit Seeschifffahrt!

    Funk:

  • Zugelassene Binnenfunkanlage mit ATIS Vorschrift. Ausrüstung immer erforerlich bei Fahrt mit geringer Sicht auf Rhein, Waal, Lek, Amsteram-Rijn-Kanaal, Gewässern in Südholland, Zeeland und auf Seeschiffahrtsstrassen
    Seefunkanlagen ohne ATIS dürfen an Bord bleiben, wenn deutsche Genehmigung mitgeführt wird. Benutzung aber nicht erlaubt!
  • Notrufe und Überwachung des Funkverkehrs noch bis 1. Februar 2005 auf Kanal 16, soweit kein GMDSS vorhanden.
  • Wasserschutzpolizei NL auf Kanal 10 erreichbar. Oder per Tel: 0031- (0)343 535 355
  • Bei ständigem Liegeplatz in NL kann ein "Marifoon" nach NL-Vorschrift installiert werden. Info bei Agentschap telecom, af. vergunningen en toelatingenPostbus 450, 9700AL Groningen ; Tel.: 0031-50 587 74 44

    Angeln: Info hier!

    Antifouling:Kupferhaltige Farbe ist verboten! Es gibt Kontrollen.

    Landesweiter Notruf NL: Tel 112


  • Informationen:

    Niederländisches Büro für Tourismus
    Postfach 27 05 80
    50511 Köln
    Tel: 01805-343322 (11ct/Min.)
    Fax 01805-343320 (11ct/Min.)
    Internet: niederlande.de
    Email: hollandinfo-de@nbt.nl


    Bei Problemen mit Behörden oder sonstigen Ausnahmefällen: Deutsche Botschaft
    Groot Hertoginnelaan 18-20
    NL-2517 EG, Den Haag
    Tel:0331-70/34 20 600
    Fax:0331-70/36 51 957
    auch in Amsterdam,
    Rotterdam, Eindhoven,
    Maastricht
    Wattenmeer

    Das Wattenmeer zwischen Den Helder und den ostfriesischen Inseln ist das schwierigste der niederländischen Segelreviere. Wassertiefe, Gezeiten, Strömungen und Wetterverhältnisse stellen extreme Anforderungen an den Skipper.
    Es gibt nur wenige Häfen, die Fahrrinnen müssen genauestens eingehalten werden wenn man nicht auf der Sandbank landen will. Zudem sind Starkwindlagen viel häufiger als im Ijsselmeer und in Zeeland. Seezeichen liegen weit auseinander (ca. 1sm) und sind bei diesigem Wetter (das ist sehr häufig!) schwer zu erkennen. Fahrrinnen und ihre Betonnung ändern sich von Jahr zu Jahr, deshalb nur die neuesten Seekarten verwenden!!! Übersicht

    Zeeland

    Das Revier liegt zwischen den großen Inseln des Deltas von Maas und Schelde. Die Gewässer sind größtenteils von der Nordsee getrennt. Zugänge zur Nordsee über die Schleusen des Haringvlietes (im Norden), der Oosterschelde (Mitte) und den Kanal Walcheren (im Süden). Gezeitenverhältnisse auf der äußeren Oosterschelde (bis zum Philipsdam und dem Oesterdam) beachten, da die Fahrrinnen eingehalten werden müssen. Oft harte, steile See! Gezeitentabelle, Stromatlas und nur die neueste Ausgabe der Seekarten verwenden! Fahrwasser gut betonnt in einem Abstand von 0,25-0,75sm. Zum Liegen und Übernachten Häfen anlaufen. Häfen in Zeeland von Nord nach Süd:


    Touristbüro Zeeland:

    Ijsselmeer

    Das beliebteste Segelrevier der Niederlande
    Das Ijsselmeer ist ein durch den 30 km langen Abschlußdeich von der Nordsee abgeschlossener Binnensee 60km lang und ca 20km breit. 210 km Küstenlinie
    Wassertiefe 4,5-6,0m. Einige Untiefen von 0,4-0,8m !
    Sturmwarnungen unbedingt beachten!

    Wer mit seinem Schiff auf dem Ijsselmeer unterwegs sein wird, sollte sich auf jeden Fall eine neue Seekarte kaufen.
    Die zuständige Verkehrsbehörde Rijkswaterstaat hat die Betonnung auf diesem auch bei Deutschen sehr beliebten Binnengewässer in 2006 umfassend geändert. Die beidseitige Austonnung mit lateralen Seezeichen ist reduziert worden, die Hauptrouten, die von der Berufsschifffahrt genutzt werden, sind künftig nur noch durch Mitten-Fahrwassertonnen gekennzeichnet.
    Eine Verbesserung ist, dass die Austonnung von so genannte Gefahrenstellen wie Vrouwesand oder Steile Bank in der Bucht von Lemmer verdichtet wird. Hier liegen künftig 18 unbefeuerte Tonnen mehr.
    Reduziert wird die Austonnung der Anlauffahrwasser: Vor Makkum von elf auf neun, vor Stavoren von 18 auf 15 und im Pampusgeul von 18 auf 14. Vor Workum und Hindeloopen bleibt alles beim alten. Deutlich weniger Tonnen liegen auf den Hauptrouten: Zum Beispiel zwischen Lelystad und Lemmer vier (vorher neun) und zwischen Enkhuizen und Urk ebenfalls vier (vorher 16).

    Liegeplätze: Nicht nur an der Westseite des Ijsselmeeres ein begehrtes und entsprechend rares Gut. Es gibt überwiegend lange Wartelisten.

    Liegegebühren: Zur Orientierung: Für einen Jahresliegeplatz im Wasser in einer Zehn-Meter-Box der Marina zahlt man knapp über 1100 Euro . Wer im Winter an Land liegen will, muß etwas drauflegen. Die Hafengebühren für Tageslieger stehen im "Almanak" (s. u.).

    Führerscheine: Für Wasserfahrzeuge bis 15 Meter Länge bzw. unter 20 km/h ist (noch) kein Befähigungsnachweis erforderlich.

    Charter: Der überwiegende Teil der niederländischen Anbieter vermarktet sich selbst, ohne auf deutsche Agenturen zurückzugreifen. Viele Anschriften findet man in der Broschüre des ANWB "Land von Wind und Wasser", zu beziehen über das Niederländische Büro für Tourismus, Adresse s. u.

    Literatur: Alles, was Segler in den Niederlanden und speziell am Ijsselmeer über Brückenöffnungzeiten, Häfen, Schleusen, Wetterberichte, Hoch- und Niedrigwasser usw. wissen müssen, steht auf niederländisch im Wateralmanak, Teil 2, der jedes Jahr neu erscheint. Teil 1 mit den gültigen Vorschriften für die einzelnen Gewässer ist ohnehin verpflichtend für den Bordgebrauch vorgeschrieben. Preis ca 15 Euro je Teil.

    Karten: für die Westküste des Ijsselmeeres und darüber hinaus für alle Binnengewässer der Niederlande werden vom Touristverband ANWB herausgegeben. Für die beschriebene Westküste des Ijsselmeeres reichen die Karten I, G und F. Preis pro Stück: ca.7 Euro. Zur Orientierung eignet sich gut die Wasserstreckenkarte, jetzt neu erschienen. Erstmals enthalten ist die Beschreibung der "Stande-Mast"-Route, auf der die Niederlande von der Emsmündung bis zum Delta von Rhein, Maas und Schelde durchgehend und ohne Mastlegen zu befahren sind. Preis: ca.3 Euro. Vorgenannte Produkte sind zu beziehen entweder über den Nautischen Fachbuchhandel oder über das Niederländische Büro für Tourismus, Postfach 270580, 50511 Köln, Telefon 0221/2570383,das weitere Publikationen über Wassersport und Landgang vertreibt.

    Nautische Revierführer: Titel:Das Ijsselmeer Manfred Fenzl Edition Maritim;
    Jan Werner/Helmut Jahn: "Holländische Häfen aus der Luft", nur noch Restexemplare! (beide Delius Klasing) Orte mit Häfen:
    ( z.T. mit Verbindung zum Binnenwassernetz:)
    Von N nach S: Übersicht

    Binnengewässer:

    Eine Vielzahl von Flüssen und Kanälen mit idealen Bedingungen zum Wasserwandern.

    n Friesland sollen bis 2008 fünf weitere Aquadukte fertig gestellt sein.
    Mit derStraßenunterführung unter dem Kanal bei Galamadammen am Johan Friso Kanal wurde Ende 2004 das erste dieser fünf Bauvorhaben begonnen. Weitere drei Aquadukte sollen entstehen. Dann soll es in Friesland insgesamt neun Engstellen weniger geben.
    Weiter vorgesehen ist die Vertiefung von 83 Kilometern Wasserstraßen und die Erhöhung der Eisenbahnbrücke bei Akkrum. Das so genannte Starteiland im Sneeker Meer soll ebenfalls attraktiver gestaltet werden.
    Etwas warten müssen die Wassersportler noch auf den geplanten Ausbau der Schleuse in Stavoren. Wohl erst 2009 wird diese Schleuse um eine weitere Schleusenkammer ausgebaut worden sein.

    Information über das Niederländische Touristbüro in Köln(Postfach 27 05 80 D-50511 Köln Tel:0221/2570383

    Brücken und Schleusen

    Klappbrücke

    Brücken

    Auf jedem Törn müssen zahlreiche Brücken passiert werden. Man unterscheidet zwischen festen und beweglichen Brücken. Sowohl der Almanach 2 als auch die Wasserkarten informieren über diese Bauwerke.
    Brückensignale Holland Die Brücken sind bei den jeweiligen Orts- oder Gewässernamen im Almanach 2 verzeichnet. Die Durchfahrtshöhen sind in Metern und Zentimetern angegeben. Wasserkarten: Feste Brücken sind durch den Buchstaben "H" gekennzeichnet, während man bewegliche Brücken durch die Buchstaben “BB” erkennen kann. "H" steht für Höhe. Auf den Wasserkarten werden die Durchfahrtshöhen in Dezimetern angegeben. Beispiel: H 34 = feste Brücke mit 3,4 Meter Durchfahrtshöhe. Die Durchfahrtshöhe eines Schiffes wird ab Wasserspiegel bis zum höchsten festen Punkt berechnet, also ohne klappbare oder wegnehmbare Teile wie Geräteträger, Masten, Verdecke etc. Diese Elemente müssen zusätzlich berücksichtigt werden, wenn sie für die Durchfahrt einer festen Brücke nicht gesenkt oder entfernt werden. Die Durchfahrt wird bei den beweglichen Brücken meistens mittels Lichtsignalen geregelt, während bei den festen Brücken - vor allem auf den größeren Wasserwegen - die bekannten Schifffahrtszeichen angebracht sind. Es handelt sich dabei um rot-weiße Schilder (Kegel). Dies bedeutet in der Praxis, dass innerhalb der weißen Markierungen gefahren werden muss.
    Ein gelbes Schild (Kegel) zeigt an, dass die Brücke in beiden Richtungen durchfahren werden darf. Bei vielen Gemeindebrücken muss für die Durchfahrt ein Entgelt entrichtet werden. Die Tarife sind im Almanach 2 verzeichnet und auch an der jeweiligen Brücke angeschlagen. Der Einzug der Gebühr erfolgt mittels Holzschuh. Dieser ist an einer Art Angelrute befestigt und wird vom Brückenwächter zum passierenden Schiff herabgelassen. Es ist ratsam, immer genügend Münzen dabei zu haben.

    Schleusen

    Die Höhenunterschiede sind meist gering und bereiten deshalb auch Einsteigern kaum Schwierigkeiten. Länge und Breite der Schleusen sind im Almanach 2 und in den Wasserkarten verzeichnet. Wenn der Schleusenmeister die Einfahrt frei gibt, kann eingefahren werden. In der Hochsaison wird jeder Zentimeter ausgenutzt. Drei bis vier Schiffsbreiten sind dann keine Seltenheit. Schon vor der Einfahrt auf beiden Seiten Fender anbringen und auch die Leinen bereit halten. Lautsprecherdurchsagen des Schleusenpersonals beachten. Falls sich Berufsschifffahrt in der Schleuse befindet, dran denken, dass das Schraubenwasser der großen Pötte Probleme bereiten kann. Möglichst erst einfahren, wenn sich die Lage beruhigt hat. Mit der Ausfahrt sollte abgewartet werden, bis das Frachtschiff das Schleusentor passiert hat. Wichtig bei jedem Schleusenvorgang ist, dass jedes Crewmitglied eine feste Aufgabe zugeteilt bekommt (Fender, Taue). Bootshaken zum Abdrücken von der Wand sind eine Gefahrenquelle: Wenn der Stiel bricht, gibt es schwere Bauchverletzungen! Niemals die Hände zwischen Boot und Schleusenmauer halten! Niemals vom Boot auf die Schleusenmauer springen. Wer ausrutscht, gerät zwischen Bord- und Schleusenwand. Das geht immer übel aus!
    Schleusensignale Holland

    Berufsschifffahrt


    Berufsschiff, Vorsicht!
    Vor allem auf den größeren Wasserstraßen muss mit Berufsschifffahrt gerechnet werden. Dabei kann es recht hektisch zugehen. Die Berufsschiffahrt hat immer Vorfahrt. Halten Sie sich stets rechts, also auf der Steuerbordseite. Denken Sie daran, dass die Passagier- und Frachtschiffe recht schnell sein können, Führer von langsamen Booten also jederzeit mit einem “Angriff” von hinten rechnen müssen. Regelmäßig zurückschauen ist deshalb oberstes Gebot für jeden verantwortungsvollen Skipper. Binnenschiffe können je nach Tiefgang und Geschwindigkeit einen gewaltigen Sog entwickeln, der nicht unterschätzt werden darf. Der seitliche Abstand zwischen Berufsschiff und Ufer ist ein wichtiger Faktor. Je weniger Raum vorhanden ist, desto schwieriger lässt sich ein Kleinfahrzeug auf Kurs halten. Wer über keine große Erfahrung verfügt, sollte sich -wenn immer möglich - von Berufsschiffen fernhalten. Denken Sie auch daran, dass nach dem Überholmanöver durch ein Fracht-oder Passagierschiff meist mit Wellenschlag gerechnet werden muss. Vor allem auf Kanälen, wo sich das Wasser nicht verteilen kann, ist dies besonders unangenehm. Entegenkommende Berufsschiffe bereiten hingegen kaum Schwierigkeiten. Falls ein Berufsschiff überholt werden soll, ist ebenfalls große Vorsicht geboten, denn wenn man an einem 80 bis 100 Meter langen Frachtschiff vorbeiziehen will, können Minuten -rein gefühlsmäßig - zu Stunden werden. Überzeugen Sie sich davon, dass kein anderes Schiff zu einem Überholmanöver ansetzt und auch kein Fahrzeug unmittelbar entgegenkommt. Im Bereich von Engstellen, Brücken, Biegungen, Kreuzungen, Einmündungen und Schleusenkanälen sollte grundsätzlich nicht überholt werden. Natürlich halten auch Berufsschiffer Ausschau nach achtern. Dies ist immer eine Gelegenheit, um mittels Handzeichen das eigene Manöver anzukündigen. Falls der Überholvorgang Mühe bereitet, sollte er abgebrochen wer-den. Dies gilt auch dann, wenn der Berufsfahrer schneller wird.

    Blaue Tafel

    Berufsschiffe führen auf der Steuerbordseite eine “Blaue Tafel”. Im Normalfall, also wenn das Schiff rechts fährt, befindet sich diese Tafel in waagrechter Stellung. Erst wenn der Schiffsführer die Fahrwasserseite wechseln möchte, wird die Tafel gesetzt, daher in eine senkrechte Stellung gebracht. Zusätzlich blinkt ein weißes Licht auf. Dies lässt erkennen, dass eine Begegnung zwischen zwei Berufsschiffen Steuerbord/Steuerbord erfolgen soll. Man kann sich dies als eine Art Wechsel auf Linksverkehr vorstellen. Auf Flüssen kommen solche Manöver relativ häufig vor, da der Talfahrer die Strömung nutzt, während der Bergfahrer diese möglichst meiden möchte. In den typischen Wassersportgebieten wird man relativ selten mit der “Blauen Tafel” konfrontiert. Für die Freizeitschifffahrt ist überdies meist genügend Raum vorhanden, um geordnet rechts zu fahren. Wer jedoch auf Flüssen fährt und einem Berufsschiff zu folgen vermag, sollte dieses Wechselspiel ebenfalls mitmachen, denn dies spart Zeit und Treibstoff.

    Funk an Bord

    Jedes Rhein- oder Seefunkgerät benötigt eine Zulassung der zuständigen Behörde. Außerdem muss die Person, die das Gerät benutzt, über ein Sprechfunkzeugnis verfü-gen. Die Inbetriebnahme oder die Benutzung einer der oben genannten Sprechfunkanlagen ohne Zulassung und Berechtigung ist strafbar. Auch Handfunkgeräte auf Booten unter 20m Länge sind nicht erlaubt. Vor allem die größeren Charter-Yachten von haben zugelassene Funkgeräte an Bord. Die Benutzung ist erlaubt, wenn ein Sprechfunkzeugnis vorliegt. Handys sind nützlich, können aber niemals ein Ersatz für das Schiffsfunkgerät sein.

    Deutsch - Niederländisch - damit Sie sich leichter verständigen können:

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