segelnetz.de - Revierinformation Menorca

Karte von Menorca

Die Insel

Menorca ist rund 48 km lang und an seiner breitesten Stelle rund 20 Kilometer breit. Eine Insel-Umrundung sind etwa 85 sm. Von Alcudia auf Mallorca nach Ciudadela sind es knapp 30 sm . Die Nordküste Menorcas ist voll dem Tramontana und dem Mistral ausgesetzt. Segler sollten die Wetterentwicklung aufmerksam verfolgen. Wer nicht aufpaßt, wird leicht auf die felsige Steilküste getrieben! Bei stark auflandigem Wind ist das Einlaufen in die Häfen Addaya und Fornells und die nördlichen Buchten sehr schwierig.
Menorca, Esplanada Mahon

Häfen

Menorca verfügt über rund 1000 offizielle Liegeplätze. Gastlieger zahlen im Sommer eine Liegegebühr von etwa 100 Pesetas/qm/Tag . Strom und Wasser sind nicht immer im Preis enthalten. Die Häfen Ciudadela, Fornells und Mahón sind in den Sommermonaten oft überfüllt.
Ciudadela: Die Polizei sagt selten etwas, wenn Gastlieger bis zum frühen Morgen am Liegeplatz der Fähre festmachen, die am frühen Mittag anlegt. Dann sollten Sie aber wirklich wieder weg sein!
Fornells: Gäste müssen meist in der Bucht ankern. Eine Gebühr ist festgelegt, wird aber (noch) nicht erhoben.
Mahón: Hier gibt es noch die wenigsten Schwierigkeiten, obwohl immer mehr Gästeyachten kommen. Die Bucht bietet genügend Platz, um zusätzliche Gästebojen auszubringen.
Hafen MahonHafen Mahon

Ankern

Fast überall in den Calas und Häfen gibt es guten Ankergrund. Man sollte aber regelmäßige Ankerpeilungen nehmen und auf den Wind achten. Das gilt besonders für die Nordküste. Gewarnt wird vor dem Ankern in der Bucht von Fornells. Mistral und Tramontana fallen so vehement aus nördlichen Richtungen ein, daß kaum ein Anker hält. Vorsicht ist auch im Süden angebracht, da die flache Insel dem Wind wenig entgegenzusetzen hat. Allerdings wird man hier wenigstens nicht so leicht auf die Felsen getrieben.

Umrundung der Insel gegen den Uhrzeigersinn:


Cala Macarella:Wunderschöne, aber enge Bucht mit senkrechten Felswänden und einem Sandstrand. Beim Ankern Heckleine mit Befestigung am Fels wichtig, da wenig Raum zum Schwojen.

Cala Santa Galdana:Sandige Bucht zwischen hohen Bergen. Ankern wie in Cala Macarella.

Cala San Estéban:In der engen Bucht, die tief ins Land eindringt, kann man gut ankern,wenn man sich nicht am Schwell der Fischerboote stört, die hier zahlreich durchfahren.

Wichtiger Hinweis: Bei starkem Nordwind sollte man die Nordseite der Insel meiden und auch nicht in den Canal de Menorca hinausfahren: Hier ist mit enormem Seegang zu rechnen und an der Küste besteht Gefahr, auf die Felsen getrieben zu werden.

Mahón:An der Hafeneinfahrt steuerbord liegt die Halbinsel La Mola mit der Festung, an Backbord das Leuchtfeuer Punta de san Carlos. Dann kommen die zwei Inseln Lazareto und Plana de Mahón. In den dann abzweigenden Seitenbuchten (Cala Llonga,Cala de San Antonio) kann man auch ankern. Der Innenhafen kommt erst hinter der Insel Isla de Rey und der Cala Figuera mit dem Club Maritimo( Gutes Liegeplatzangebot).Im Innenhafen sind die Mooringplätze vor dem Hafenamt am besten.Der Service ist rundum komplett. Kleine Boote liegen gut in "Pedro's Boat Centre". (Hier gibt's aber keine Tankstelle)
Hafen Mahon

Cala MesquidaBadebucht mit engem, felsigem Ufer. Vorsicht vor den Klippen!

Es Grau: Fischerort nahe der Insel Colom. Im Umkreis viele kleine Badebuchten.

Cabo Favaritx: Grauweiß gestreifter Leuchturm auf einer hohen Klippe des Kaps.

Cala Caldes: Schöner ruhiger Ankerplatz mit flachem Wasser, wie noch weitere im direkten Umkreis.

Cala de Addaya: Moderne Marina am Ende eines engen Felsenkanals. Platz für über 180 Boote.

Fornells: An der engen Einfahrt in die weite Bucht westlich der Torre de Fornells, ein mächtiger runder Turm. Nachtansteuerung mit Hilfe des Richtfeuers Sargantana (178,5°). Schöner Fischerhafen, aber nur wenige Liegeplätze. Ankern vor dem Hafen möglich. Wassertiefe ca. 2,5m im Hafen.

Cabo Caballeria: Große Halbinsel mit Leuchtturm. Nördlichster Punkt der Balearen. Steile Felsenküste.

Cala Pregonda: Weite malerische Meeresbucht mit vielen kleineren Badebuchten. Achtung: Viele Klippen und Untiefen! Nur tagsüber bei guter Sicht und und ablandigem Wind zum Ankern einlaufen! Gefahr, auf Felsen zu laufen. Langsam fahren und Grund beobachten!

Cala Morell: Eine der landschaftlich interessantesten Buchten Menorcas. Leider zunehmende Uferbebauung. Ankern nur mit Heckleine zum Land. Wenig Platz zum Schwojen!

Cabo Nati: Leuchtturm an der Nordwestspitze der Insel.

Cala Santandria: tief eingeschnittene. sandige Ankerbucht. Alternative zu Ciudadela.

Ciudadela: Von Mallorca kommend meist der erste Anlaufpunkt für Segler. Enge Hafenbucht mit Kaianlagen an den Ufern. Beste Ankerplätze auf Höhe der Costa de Moll. Beste Ankerplätze und ruhige Liegeplätze. Aber nicht ganz ohne Risiko: Eine bisher ungeklärte Naturerscheinung, die "Rissagues", gefährdet bisweilen die Schiffe in der Bucht. Es handelt sich um plötzliche Wasserstandsschwankungen von bis zu 1 Meter, Die dadurch ausgelöste Flutwelle in der Bucht kann man sich kaum vorstellen... 1984 verursachte das Phänomen enorme Sachschäden.


Wetter

Gute Vorhersagen erhält man vom Seewetteramt Hamburg im Rahmen des Reisejournals der Deutschen Welle. Wetterlage, Vorhersage für die nächsten 24 Stunden, Stationsmeldungen. Zeiten: Ortszeit Sommer und Winter, montags bis samstags 17.50 Uhr im Reisejournal, sonntags 19.55 Uhr im Abendjournal. Frequenzen 6075 bzw. 9545 kHz. Im spanischen Fernsehen ist die Satellitenkarte um 21.00 Uhr sehr informativ.

Sprache und Bevölkerung

Die Inselsprache ist Menorquin, ein katalanischer Dialekt; aber natürlich wird auch Spanisch (castellano) gesprochen. Beherrscht man es ein wenig, werden die ansonsten eher zurückhaltenden Menorquiner Fremden gegenüber durchaus entgegenkommend.

Sehenswürdigkeiten

  • Ciudadela und Mahón mit dem alten, gut erhaltenen Stadtkern, Palästen, Kirchen und winkligen Straßen.
    Plaza ColonMahon Altstadt
  • Die Taulas (Tische), bestehend aus einem aufrecht stehenden, über mannshohen Stein, auf dem einer Tischplatte gleich ein weiterer Stein lagert. Sie dienten offensichtlich kultischen Zwecken und sind nur mit detektivischem Gespür auf der Insel zu finden.
  • Ähnlich die genauso schwer zu findenden Navetas (nave = Schiff). Diese aus der Bronzezeit stammenden Steingebilde gleichen Schiffen, die kieloben an Land gesetzt wurden. Ähnliche Bedeutung wie unsere Hünengräber.

Autovermietung

In Ciudadela bekommen Sie für 3000 Pesetas (rund 40 Mark) pro Tag einen Kleinwagen inklusive Versicherung, Kilometer frei. Nur der Tank muß vor Abgabe wieder gefüllt werden.

Versorgung

Am besten sorgt man als Charterer in Alcudia auf Mallorca für die Grundausstattung. Die sollte nicht zu spartanisch ausfallen. Zwar gibt es auch in Ciudadela und Mahón alles, was man benötigt, aber es ist mit mühseliger Lauferei verbunden. Auch in den kleineren Häfen kann man Nachschub erhalten, es sei denn, man braucht dringend die Mangelware Wasser. Das bekommt man fast nur in Mahón. Nehmen Sie zum Trinken am besten Kanisterwasser mit.

Geld/Umtausch


Geldautomaten und Banken gibt es in den größeren Orten.

Essen gehen:


Vorspeise sind Tapas, (Pasteten mit unterschiedlichster Füllung); Caldereta, eine Suppe aus Langusten; oder " Arros de terra", Weizengrieß mit Lamm- oder Schweinefleisch und Knoblauch. Die Restaurantpreise sind im Vergleich mit Mallorca recht hoch.

Ferienwohnungen an den Traumstränden Mallorcas

Literatur:


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Titel: Die Balearen.
Untertitel: Pläne und Luftbilder von Häfen und Ankerplätzen.
Autor: Bartholmes, Bernhard
Hinweise: (Nautischer Reiseführer).
Preis¹: DM 68,00 (ÖS 496,00; SF 62,00)
Seitenzahl: 224 S.
Abbildungen: Zahlr. Farbphot., Pl., Abb., Tab.
EAN, ISBN: 9783922117919 (ISBN: 3-922117-91-0)
Libri-Nr.: 5058449
Erschienen: 1996
Auflage: 5. A.
Einband: Pappe
Gewicht: 775g
Verlag: EDITION MARITIM, HAMBURG

Titel: Spanische Küsten aus der Luft
Autor: Kleinoth,Peter
Hinweise: (Nautischer Reiseführer).
Seitenzahl: 192 S.
Abbildungen: Zahlr. Farbphotos
(ISBN: 3-7688-0712-6)
Libri-Nr.: 5058449
Erschienen: 1991
Einband: Pappe
Gewicht: 775g
Verlag:Delius Klasing, Bielefeld


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