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Revierinformation Kroatien



 

Bestimmungen zur Führung eines Bootes
Der Bootsführer muss für das Befahren der kroatischen Meeresküstengewässer einen Bootsführerschein haben, herausgegeben nach den Vorschriften in seiner Heimat.
  • Für Staatsangehörige der Bundesrepublik Deutschland reicht der „Sportbootführerschein See“, wenn das Sportboot mit einem Motor über 3.68 kW (5PS) ausgerüstet ist. Anerkannt werden auch die "Bootsführerscheine der Klasse B (Küstenschifffahrt) und C (für das offene Meer)", herausgegeben von der Seeschifffahrtbehörde und vom Wassersportverband.
  • Achtung: Nicht anerkannt werden die "Bestätigungen für Sportboote" (Klasse A), das "Bodensee-Schifferpatent" und das "Rheinschiffer-Patent".
  • Für Staatsangehörige der Republik Österreich gelten die "Bestätigungen" für die Küstenschifffahrt (Schifffahrtsgebiet 2), für die nahe Küstenschifffahrt (Schifffahrtsgebiet 3) und die Schifffahrt auf dem offenen Meer (Schifffahrtsgebiet 4).
  • Für Staatsangehörige der Schweiz ist der "B-Schein" des CCS anerkannt.

Skippern ohne anerkannten Bootsführerschein droht die strafrechtliche Verfolgung und im Falle eines Unfalls der Verlust der Rechte aus der Versicherung. Wenn Sie keinen anerkannten Führerschein für Boote haben, können Sie in Kroatien die Bootsführerprüfung bei der Schifffahrtsverwaltung und in den Hafenämtern ablegen. Die Bestätigung zum Bootsführerschein ermöglicht Ihnen die Führung eines Motorbootes und eines Segelbootes bis zu einer Länge von 12 m oder 15 GT sowie die Nutzung des Seefunkgerätes. Auf Charteryachten muss mindestens ein Mitglied der Besatzung für die Handhabung der Funkstation ausgebildet sein. Personen, die seit mindestens 3 Jahren eine Bestätigung zum Bootführer besitzen, können an der Skipperprüfung teilnehmen (Matrose-Motorist). Dieses Zeugnis erlaubt die Führung von Schiffen bis 25 BT.
In Kroatien wird nach vorheriger Schulung und abgelegter Prüfung auch ein Zeugnis über die Befähigung zur Führung einer Jacht (Yacht Skipper) ausgestellt, das die Führung von Yachten bis 100 BT ermöglicht. Ebenso kann man ein Zeugnis über die Befähigung eines GMDSS-Operators mit allgemeiner bzw. begrenzter Befugnis erlangen.
Beachten Sie bitte, dass diese kroatischen Fuhrerscheine und Funkzeugnisse nur in Kroatien Geltung haben!

An- und Abmeldung von Personen

Innerhalb von 24 Std. nach Einlaufen in den Hafen, in eine natürliche Bucht oder Ankerbucht, ist der Bootsführer verpflichtet, die Ankunft in der zuständigen Polizeistation anzumelden. Als persönliche Ausweise werden der Reisepass, der Personalausweis oder ein anderes persönliches Identifikationsdokument anerkannt. Anstelle des Bootsführers kann die Anmeldung von der Rezeption eines Yachthafens, einer touristischen Agentur oder einem Büro des Tourismusverbandes vorgenommen werden. Das gleiche Verfahren gilt auch für die Abmeldung. Bei der Abmeldung ist ebenfalls die Kurtaxe zu zahlen. Verboten ist die Durchführung der Personen- und Güterbeförderung in den Küstengewässern der Republik Kroatien für Entgelt (Kabotage).

Achtung: Die Vorschriften sind mit Wirkung ab Juni 2005 deutlich verschärft worden:
Ganz neu ist, dass jeder Eigentümer eines Seefahrzeugs, der auf dem Land- oder Seeweg nach Kroatien einreist, bzw. jeder Eigentümer eines Seefahrzeugs mit Liegeplatz in einer der kroatischen Marinas zum Kauf einer Jahresvignette verpflichtet ist, die an sichtbarer Stelle am Boot / an der Yacht angebracht werden muss.
Der Bootseigner ist ferner dazu verpflichtet, die Crew-Liste bei der zuständigen Hafenbehörde vorzuzeigen und beglaubigen zu lassen. Keine Jahresvignetten brauchen: Seefahrzeuge unter 2,5 m Länge bzw. mit einer Gesamtantriebsstärke von unter 5 kW, Ruderboote von beliebiger Länge sowie Seefahrzeuge, die in einer Marina oder einem Kommunalhafen liegen und nicht in Betrieb sind; ferner Seefahrzeuge, die an Regatten teilnehmen oder auf Bootsmessen ausgestellt werden.
Die Jahresvignette ist für den Zeitraum eines Jahres gültig. Sie wird bei der Hafenbehörde erworben, welche bei der Aushändigung der Vignette auch eine Kontrolle von Seefahrzeug und Crew-Mitgliedern vornimmt. Ändert sich während Ihres Urlaubsaufenthalts die Crew-Zusammensetzung, müssen Sie eine neue Liste zusammenstellen und diese vor dem Kauf der Vignette bei der zuständigen Hafenbehörde beglaubigen lassen.
Die Crew-Liste ist für den Zeitraum der Gültigkeitsdauer der Vignette verbindlich.
Hier liegt ein Hauptproblem für alle Vercharterer. Die Zahl der Crew-Mitglieder darf die für das jeweilige Seefahrzeug zulässige Passagierzahl höchstens um das Zweifache übersteigen. Wird bei einer Kontrolle festgestellt, dass sich jemand an Bord befindet, dessen Name nicht auf der beglaubigten Crew-Liste steht, gilt dies als Fall kommerziellen Personentransports (Kabotage). Es ist nur in Ausnahmenfällen erlaubt, Personen mit an Bord zu nehmen, deren Name sich nicht auf der Crew-Liste befindet, und zwar nur auf Gesuch der diplomatischen Vertretung des Herkunftslandes des betreffenden Seefahrzeuges.
Außer der Vignette und Crew-Liste sind überdies gültige Schiffs-Dokumente vorzuweisen, die die Aufnahme des Seefahrzeugs in das staatliche Schiffsregister des Bootseigner-Landes bestätigen. Österreichische Bootstouristen müssen einen „Seebrief' vorweisen, Gäste aus der Bundesrepublik ein vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie erteiltes „Flaggenzertifikat" bzw. einen vom ADAC, Deutschen Segler-Verband bzw. Deutschen Motoryacht-Verband ausgestellten „Internationalen Bootsschein", oder ein Schiffszertifikat, das von einer regionalen oder staatlichen gerichtlichen Instanz erteilt wurde.
Nachzuweisen sind ferner die Abnahme Ihres Wasserfahrzeugs durch den TÜV, das Eigentums- oder Nutzungsrecht über besagtes Wasserfahrzeug sowie die Befähigung (des Bootsführers) zur Führung der Yacht, ebenso eine Bordliste bzw. eine Liste der Bordgäste (dies gilt nicht für Scooter und Wasserfahrzeuge unter 5 m Länge bzw. unter 5 kW Leistungskraft) sowie eine Haftpflichtversicherung. Denken Sie daran, dass bei Verstößen gegen die Vorschriften sehr hohe Geldstrafen zu entrichten sind.
Die Bußgelder bei unrechtmäßigem Charter unter ausländischer Flagge betragen zwischen 10.000 und 500.000 Kuna, die der Fahrzeugeigner bzw. die zuständige Rechtsperson zahlen muss. Ebenso hoch sind Strafen für Bootseigentümer, die es versäumt haben, ihr Wasserfahrzeug bei der Einreise in die kroatischen Hoheitsgewässer einzuklarieren, oder eine eventuelle Änderung in der Crew-Zusammensetzung nicht beim zuständigen Hafenamt anmelden.
Fazit: Insgesamt wimmelt es derzeit nur so von juristischen Fallstricken. Vielleicht sollte man als Privatskipper das Revier meiden solange sich da nichts ändert, man muß den kroatischen Behörden ja nicht unnötig Arbeit machen...

Tauchen

Vergnügungs- und Sporttauchen ist nur mit einem gültigen Ausweis des kroatischen Tauchverbandes (HRA- Hrvatska ronilacki savez) erlaubt. Der Taucherausweis gilt für ein Jahr vom Tag der Herausgabe. Er wird nur Tauchern mit einer entsprechenden Taucherqualifikation ausgestellt: CMAS, PADI, SSI, NAUI, NASDS, YMCA, MDEA, NASE, IDEA, IANTD, NSS-CDS, ANDI, TDI, NACI, PSA, PDIC, SDI, FIAS, ACUC, BSAC, VDST, BARACUDA, u.ä. Einstweilige Taucherqualifikationen sind nicht gültig. Regeln in den Häfen und anderen Gebieten des Meeres Zur eigenen Sicherheit und der Sicherheit anderer Personen auf dem Meer, ist besonders auf die Bestimmung der Sicherheitsvorschriften auf dem Meer zu achten: Verboten ist:
  • in den Häfen: Baden, Gleitboot fahren, Surfen, Wasserski;
  • das Surfen in engen Durchgängen, wo Schiffsverkehr herrscht, in einer Entfernung von weniger als 50 m vor der Küste einer Naturstrandes:
  • Das Fahren und Segeln mit Motor- und Segelbooten in einer Entfernung von weniger als 50 m von der Küste;
  • Schwimmen ausserhalb der umzäunten Zone eines eingerichteten Strandes sowie in einer Entfernung von mehr als 100 m von einem Naturstrand.
  • Das Wegwerfen von Mineralölrückständen, Kunststoff-, Metall-, Glas- und sonstige Verpackungen sowie aller anderen Abfälle ins Meer.
Im Wasserbereich der Strände dürfen die Boote nur in einer Entfernung von mehr als 50 m von der Abzäunung eines eingerichteten Strandes, bzw. 150 m von der Küste eines Naturstrandes fahren. Die Gleitboote dürfen nur einer Entfernung von mehr als 300 m von der Küste entfernt und in Gebieten, wo das Gleitbootfahren nicht verboten ist, fahren. Boote mit Düsenantrieb (Jet-Ski) dürfen nur in den Gebieten fahren, wo dies erlaubt ist. In allen Häfen für den öffentlichen Verkehr und nautischen Tourismus ist das Deponieren und die Aufnahme von Müll, Abfall, Abwasser und Altöl geregelt und die Schiffe dürfen ausschliesslich an diesen Stellen ihre Abfallbehälter entleeren. Die Verschmutzung des Meeres ist ein seerechtliches Vergehen.

Kurtaxe:


Zwischen 0,60 und 1,30 € für einen Erwachsenen. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahre zahlen die Hälfte, Kinder unter 12 sind von der Kurtaxe befreit. Neu: Jahreslieger müssen in ihrer Marina eine Jahrespauschale in Höhe von zirka 55 € entrichten, die auch alle Crewmitglieder ein-schließt. Außerhalb des Marina-Standortes werden zusätzlich die obengenannten Gebühren fällig.

Ankerbuchten...

Liegeplatz:


Für eine 10-Meter-Yacht werden unterwegs in etwa folgende Liegegelder fällig: Marina: 10 bis 35 € Gemeindehafen: 10 bis 15 € (Regel, Ausnahme: Hafen Ist 20 €) Boje: 5 € (siehe auch "Bojenfelder").

Bojenfelder:


Die Auflistung der Bojenfelder in der Broschüre "Wassersport in Kroatien" ist unvollständig. Uns sind folgende Standorte mit (gebührenpflichtigen) Muringbojen bekannt:

    Istrien:

  • Soline (Einfahrt Limski-Kanal) Hier erreichte uns eine Mitteilung von Heinz Prochazka: An den Muringbojen in der Soline am Limski-Fjord wurde im Juli 2003 nicht mehr kassiert.
  • Vestar

    Kvarner Bucht:

  • Ilovik
  • Olib
  • Premuda

    Dalmatien:

  • Hafenbucht Ist
  • Zapuntel (Insel Molat)
  • Brgulje (Molat)
  • Veli Rat
  • Brbinj-Lucina
  • Telascica
  • Zdrelac
  • Soline (Insel Pasman)
  • Mala Rava (Insel Rava)
  • Mala Stupica (Insel Zirje)
Eine aktuelle Liste der Bojenfelder finden Sie unter http://www.wosamma.at/karten Der Kassierer kommt per Boot. Lediglich in der Mala Stupica ist die Bojengebühr in einer auf der Boje befestigten Plastikflasche zu hinterlegen.
Grundsätzlich gilt: Auch wer am Rande eines Bojenfeldes ankert, muß zahlen.
Bis auf Ausnahmen zieht man den Tampen durch den unteren Ring der Festmacherboje. Eine Bedienungsanleitung mit Angabe der Dimensionen des Muringblocks ist oft angebracht.

Winde:


  • Bora: stürmische Fallwinde aus nördlichen bis ostnordöstlichen Richtungen, die vor allem bei Hochdrucklage über dem Balkan auftreten. Böen recht gefährlich! Rechtzeitig reffen! Wetterlage beobachten!
  • Schirokko (Jugo): Südwind mit Sichtverschlechterung und oft beachtlichem Seegang.
  • Maestral: Schönwetterwind aus Nordwesten.

Seewetterberichte:


Maut:


Alle Autobahnen in Österreich sind mautpflichtig. Es gibt Vignetten für zehn Tage, zwei Monate und für ein Jahr. Außerdem gibt es zusätzliche Mautkosten auf einigen Autobahnen und in Tunneln. In Slowenien gibt es auf dem Weg an die Adria zwei Mautstrecken

Versicherung:


Boote und Yachten müssen haftpflichtversichert sein. Als Nachweis dient die Blaue Versicherungskarte. Für das Auto ist in Kroatien keine Grüne Versicherungskarte mehr nötig, in Slowenien ist sie aber noch Vorschrift.

UKW-Seefunk:


Für Charteryachten ist UKW-Funk Pflicht. Mindestens ein Mitglied der Chartercrew muß im Besitz eines entsprechenden Funkzeugnisses sein, was die Behördenvertreter auch kontrollieren. Für privat genutzte Yachten gilt in Kroatien wie bisher: Ein UKW-Funkgerät an Bord ist keine Pflicht, und auch wenn eines vorhanden ist, wird das Funkzeugnis nicht kontrolliert.

Durchfahrt bei Zadar wieder frei:


Wieder offen ist die Passage unter der neuen Maslenica-Brücke zwischen dem Velebit-Kanal und dem Novigradsko More. Die Trümmer der alten im Krieg gesprengten Brücke nördlich Zadar behinderten bislang den Schiffsverkehr.

Sperrgebiete:


An der kroatischen Küste, sowohl am Festland wie auch auf den Inseln, existieren keine ausgedehnten Sperrgebiete mehr. Lediglich in einem schmalen Streifen um die als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Brioni-Inseln vor dem istrischen Pula (Urlaubsresidenz des Ministerpräsidenten...) besteht ein Fahrverbot. Und einige Fisch- und Muschelzucht-Anlagen wie die im Limski-Kanal sind gesperrt, was durch Hinweistafeln geregelt ist.

Broschüre:


Empfehlenswert ist die sehr umfassende und aktuelle Broschüre "Wassersport in Kroatien". Aus dem Inhalt: Telefonnummern der Marinas und Hafenämter, Bestimmungen, Informationen zu Seekarten. Bezug: Kroatische Zentrale für Tourismus, Tel. 069/ 252045.

Literatur/Bücher:



Telefon:

Kartentelefone in allen Häfen.
Mobiltelefon/Handy:
Kroatien verfügt über zwei GSM-Mobiltelefon-Netze, das CRONET der Kroatischen Telekom und das private VIPNET. Beide Netzbetreiber haben Roaming-Abkommen mit deutschen und österreichischen Providern abgeschlossen, so dass z.B. D1- und D2-Handys problemlos benutzt werden können. Vor allem Istrien und die Inseln sind durch das VIPNET besser abgedeckt als durch das CRONET; der Minutenpreis innerhalb Kroatiens beträgt je nach Tarifzeit ca. 10 bis 20 Cent, der Minutenpreis nach Deutschland oder Österreich ca. 0,7 € zuzüglich der üblichen Roaming-Provision.



Zu weiteren Insider-Tipps eines langjährigen Fahrtenseglers für das Segelrevier Kroatien und den Landgang gelangen Sie hier: www.kroatische-adria.info
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Logbuch Dr. Albrecht

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