Bootsferien in Irland
Shannon-Erne-Waterway
Irland: viel Wasser, gutes Bier und reichlich Grün. Zwischen den irischen Flüssen Shannon und Erne finden Sie das größte Wasserstraßen-System Europas. Am Ufer: Burgen, Klöster und Tropfsteinhöhlen, Golfplätze und natürlich Dörfer mit einem echt irischen Pub.
Hier kurz eine typische Hausbootroute:
Bei Belturbet, nahe der Grenze der Republik Irland zu Nordirland, liegt das Ende des schiffbaren Bereichs auf dem Erne. Die Erweiterung nach Süden ist geplant. Bisher jedoch führen alle Touren nur nach Norden in die Fermanagh Lakelands, eine nahezu unberührte Seenlandschaft.
  • Während Lower Lough Erne nur eine weite Wasserfläche inmitten von Hügeln ist, überrascht der Upper Lough Erne mit kleinen und größeren Inseln . Belleek liegt 85 Kilometer entfernt. Der Törn führt über Iniscorkish. Die kleine Insel wird seit gut 300 Jahren von der Familie Reihill bewohnt. Hier servieren Sheila und John Reihill deftige Hausmannskost und natürlich auch mal ein Glas Guinness. Ihr Restaurant ist ein großer Raum mit einfachen Holztischen, Stühlen und Bänken.
  • Nächstes Tagesziel ist Inniskillin. Die Pier liegt an einer Burg die Handel und Schifffahrt auf dem Erne bewachte, der "Watergate" (Hat nix mit Nixon zu tun...). Hier gibt's drei Museen: Geschichte, Kultur der Region und Geschichte des Regiments der Royal Inniskillin Füsiliers.
    Inniskillin
Um Stürmische Winde und kabbelige See auf dem Lower Lough Erne zu meistern, fehlt den Kabinenkreuzern oft die Kraft. Dann muss man nach nach Süden zum Shannon-Erne-Waterway. Die Wiederröffnung des alten Verbindungsweges zwischen den beiden wichtigsten Wasserwegen Irlands ließ 1994 Europas größtes Inland-Revier entstehen.
  • Es erstreckt sich auf 750 Kilometern zwischen dem nordirischen Töpferstädchen Belleek im County Fermanagh bis nach Kilialoe an der Mündung des Shannon. Sämtliche Schleusen werden elektronisch überwacht und mit einer „Smart Card" bedient. Die Chipkarte öffnet nicht nur die Schleusentore, sondern auch Türen der Servicehäuschen mit Waschmaschine, Trockner und Dusche.
  • Nahe Corraquill Lock ruht ein Gedenkstein neben der Schleuse im Gras. Er erinnert daran dass der Woodward River die grüne Grenze zwischen dem britischen Nordirland und der Republik Irland markiert.
  • Zwei gelbe Linien an den Natursteinmauern markieren die Schleusendrempel. Zwischen diesen "danger lines" muss das Boot beim Schleusen liegen. Über acht Schleusen liegen zwischen Corraquill und Lough Scur, dem höchstgelegenen See des Waterways.
    Erneschleuse
  • Dort führt die Fahrt in einer Wassertreppe hinunter zum Shannon. Der längste Fluss Irlands entspringt in der Grafschaft Cavan. Als Bach erreicht er Lough Allen. In Carrick-on-Shannon ist er bereits ein ansehnlicher Strom.
  • Auf dem Shannon bedeutet Hausbooturlaub „big business"; ganze Ortschaften, Lokale und Ausflugsziele leben von den Bootstouristen. Historische Dörfer wie Jamestown und Drumsna haben sich in den vergangenen Jahren herausgeputzt.
    Dorf
  • Bei Richmond Harbour nahe Cloondar mündet der Royal Canal seit 1817 in den Shannon. Der Kanal bildet das Verbindungsglied zum Barrow-River, dem zweitlängsten Fluss Irlands.
    Kanal
  • Hinter Lough Ree wird die Landschaft flach. Hier ragen zwei steinerne Rundtürme zwischen den Wiesen auf, dann eine Kapelle und die Ruine einer Burg: Clonmacnoise. Die frühchristliche Klosteranlage gehört zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten der Shannon-Region. Vom Wiesenhügel sind südlich die 16 Bögen der Shannonbridge zu erkennen, gen Norden ist die Burg von Athlone zu sehen. Hier enden viele Rivertörns. Ob wegen Geld- oder Zeitmangel, das läßt sich schwer sagen. Billig ist Irland nicht mehr überall und Zeit sollte man schon genug mitbringen...
Allgemeine Reiseinfo:
Anreise: Aer Lingus fliegt von Frankfurt, Düsseldorf und München nach Dublin, Lufthansa ab Frankfurt. Von dort bieten die Bootsverleiher Shuttle-Dienste an. Zur Einreise genügt der gültige Personalausweis. Das Mindestalter bei der Anmietung beträgt 21 Jahre; ein Sportboot-Führerschein ist nicht erforderlich.
Klima und Reisezeit: Die Hausbootsaison beginnt Mitte April und endet zum 1. Oktober. Irland hat ein mildes, gemäßigtes Klima mit Temperaturen von 15 bis 25 Grad Celsius im Sommer und zehn Grad Celsius im Frühling und Herbst.
Währung: In der Republik Irland ist der Euro allein gültiges Zahlungsmittel, in Nordirland das englische Pfund.
Sprache: Amtssprachen sind Irisch (Gälisch) und Englisch.
Boote und Preise: Kabinenkreuzer werden führerscheinfrei für zwei bis zwölf Personen angeboten. Die Miete für ein Boot beginnt bei 600 Euro pro Woche. Hinzu kommen zum Teil erhebliche Mehrkosten durch Gebühren für Liegeplätze, Treibstoff, Endreinigung oder zusätzliche Ausrüstung.
Informationen: Irisches Fremdenverkehrsamt Gutleutstraße 32 60329 Frankfurt Tel: 069/92 31 85 50 Fax: 069/92 31 85 88
E-Mail Internet: www.irland-ferien.de
oder Shannon -Erne Waterway