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Experten nennen einfache, aber wirksame Mittel zur Abwehr:


Für die Aufklärung von Yachteinbrüchen in Häfen und Marinas ist die Polizei zuständig. Um die Sicherung ihres Eigentums müssen die Yachtbesitzer sich aber selbst kümmern. Der Schutz des Eigentums fängt gleich nach dem Kauf von Ausrüstung an:
Notieren Sie Serien- und Typennummern und markieren Sie das Gerät unauffällig, am besten im Inneren des Gehäuses (Gravur oder wenigstens ein Aufkleber oder Farbklecks) .
Art und Stelle der Markierung gehören dann in die Registrierliste, die Sie zu Hause zusammen mit den Kaufbelegen sicher aufbewahren .
Die konstruktiven Maßnahmen zur Sicherung des Eingangs sind oft ungenügend.
Schwachpunkt sehr vieler Yachten: Der Niedergang und das Schiebeluk. Hier genügt oft ein kräftiger Schraubenzieher, und das Luk läßt sich einfach aufschieben. Führungsschienen oder -leisten von Steckschotten und Schiebeluken lassen sich von außen losschrauben. Fehler auch in der Dimensionierung und Anbringung von Hebelverschlüssen und Überfallriegeln. Sind diese nur aus Blech oder ist ihre Verschraubung nicht durchgebolzt und sogar nach dem Verschließen noch zugänglich, genügen zum Öffnen Seitenschneider oder Schraubenzieher .
Niedergänge lassen sich bereits mit geringem Aufwand wirksam verbessern. Zum Beispiel mit einer Leiste, die von innen zur Versteifung unter das Schiebeluk montiert wird. Zwei Schraubbolzen, die auf der nach achtern gerichteten Seite aus dieser Leiste herausragen, greifen beim Zuschieben des Luks automatisch wie Verschlußzapfen in zwei Löcher im Steckschott. Das läßt sich dann nur noch mit schwerem Gerät aufhebeln. Von außen verschraubte Führungsleisten oder -bleche für Steckschotten und Schiebeluken sollten Sie durch robuste Winkelbleche ersetzen. Die werden so montiert, daß die Schrauben automatisch beim Zuschieben oder Einstecken vom Luk beziehungsweise Schott verdeckt werden. Backskisten lassen sich durch Augplatten und Tauwerkstropps, die von innen durchgesetzt und belegt werden, zusätzlich sichern. Verriegelungen mit Bügelschlössern sind relativ einfach an beliebiger Stelle anzubringen. Sie sollten aber möglichst massiv gebaut sein und im verschlossenen Zustand alle Schrauben verdecken. Durchgehende Gewindebolzen mit selbstsichernden Muttern eignen sich zur Befestigung besser als selbstschneidende Schrauben. Einige Beschlägehersteller haben massive Verschlußvorrichtungen speziell für den Bordgebrauch auf den Markt gebracht, die zwar teuer, aber durchaus sinnvoll sind. Sie lassen sich allerdings nicht bei allen Arten von Niedergängen anbringen; dafür sind die Yachten zu verschieden. Je mehr Schlösser, desto besser der Schutz.
Je deutlicher und massiver Dieben der Weg zur Beute verwehrt scheint, desto eher lassen sie von ihrem Vorhaben ab. Spricht dann noch eine direkt geschaltete einfache Alarmanlage an, machen nur noch wenige Einbrecher weiter. Übliche Auto- Alarmanlagen haben sich nicht so gut bewährt da ständige Fehlalarme zu Verärgerung der Umlieger und zum Nachlassen der Aufmerksamkeit führen .

Die Wasserschutzpolizeiinspektion Bremen bietet einen besonderen Service zum Schutz Ihres Außenborders: Gegen Vorlage eines gültigen Personalausweises und eines Eigentumsnachweises für den Außenbordmotor wird dieser kostenlos mit einer individuellen Gravurnummer versehen. Die Codenummer wird dann zusammen mit den Eigentümer-Daten in einer speziell eingerichteten Datei gespeichert. Diese Daten sollen helfen, dass sichergestellte Außenborder ihrem rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben werden können.Die Außenborder-Codierung wird im Zuständigkeitsbezirk der WSP-Inspektion Bremen - Bereich Bremen und angrenzende Gewässer - durch Beamte der Dienstgruppe Sportschifffahrt durchgeführt. Weitere Informationen und Terminvereinbarung : Telefon (04 21) 3 62 98 33 . Es kann unter der Rufnummer (04 21) 3 62 98 88 ein Rückruf vereinbart werden.


Es gibt auch Alarmanlagen, die übers Handy den Eigner oder sonst eine Adresse per sms informieren. Hier ein neues Modell:

Das beste Mittel gegen Einbrecher: Aufmerksamkeit und Kameradschaft.
Die Segler sollten darauf achten, was in der Umgebung ihrer Liegeplätze vor sich geht und Informationen untereinander austauschen, zum Beispiel über längere Abwesenheiten, über Besucher und Serviceleute, die während der Abwesenheit an Bord kommen. Im Frühjahr und Herbst, wenn nicht soviel gesegelt wird, sind die Gefahren am größten. Schreiben Sie für alle Fälle verdächtige Autonummern auf. Nicht jeder, der mit Arbeitsklamotten über den Kai läuft ist ein Mann vom Service...

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